World Conference Center Bonn

Mängel nach Bauskandal im WCCB behoben

Das WCCB am Tag der offenen Tür im September 2015.

Das WCCB am Tag der offenen Tür im September 2015.

Bonn. Die Stadtverwaltung hat das neue World Conference Center Bonn (WCCB) offiziell an eine ihrer Tochtergesellschaften übergeben.

Bereits vor einigen Tagen unterzeichneten Michael Kleine-Hartlage, Geschäftsführer der Bonn Conference Center Management GmbH (BonnCC), Marion Duisberg, stellvertretende Betriebsleiterin des Städtischen Gebäudemanagements, sowie Andreas Oliver Koch, Leiter der Stabstelle Konferenzzentrum, das Protokoll zur formalen Übergabe des Neubaus, wie das Presseamt am Freitag mitteilte. Damit ist die BonnCC zwar nicht Eigentümer, aber Betreiber des Konferenzzentrums.

Sie vermarktet den Neubau bereits seit seiner Eröffnung im Juni 2015 für Kongresse und andere Großveranstaltungen. Die Stadt hatte das Zentrum nach dem WCCB-Bauskandal selbst fertigstellen lassen. Auch nach der Einweihung waren aber noch Mängel zu beheben.

Dieser Prozess sei weitgehend abgeschlossen, erklärte das Presseamt nun. Die Fertigstellungskosten lägen inzwischen bei etwas über 90 Millionen Euro. Da die Sparkasse Köln-Bonn im Streit um die WCCB-Bürgschaften der Stadt noch rund 85 Millionen Euro von Bonn fordert, könnten die städtischen Gesamtkosten für das Projekt am Ende auf rund 300 Millionen Euro steigen.

Das WCCB wird während der Beethovenhallensanierung als Ausweichspielstätte für das Beethoven Orchester genutzt. Vor diesem Hintergrund habe der Rat im Betriebsführungsvertrag zwischen der Stadt und der BonnCC die umsatzsteuerliche Organschaft aufgehoben, so das Presseamt.