Ermittlungen nach G20-Krawallen dauern an

Letzter Bonner nach U-Haft in Hamburg frei

Ein Randalierer während der Auseinandersetzungen im Hamburger Schanzenviertel im Licht eines Wasserwerfers.

Ein Randalierer während der Auseinandersetzungen im Hamburger Schanzenviertel im Licht eines Wasserwerfers.

Bonn/Hamburg. Der letzte Bonner, der nach den Ausschreitungen beim G20-Gipfel von Hamburg in Untersuchungshaft gesessen hatte, ist am Freitag entlassen worden.

Das bestätigte die Hamburger Staatsanwaltschaft auf GA-Anfrage. Die Ermittlungen gegen den 20-Jährigen dauerten noch an und würden voraussichtlich auch nicht in wenigen Tagen abgeschlossen werden, sagte Oberstaatsanwältin Nana Frombach.

Nach Informationen des Geschäftsführers der Verdi-Jugend Bezirk Süd, Nils Jansen, waren insgesamt zwei Bonnerinnen und ein Bonner aus dem Umfeld der Verdi-Jugend nach dem Polizeigewahrsam in U-Haft gekommen. Mit dem 20-Jährigen ist nun der letzte aus der Gruppe wieder auf freiem Fuß.

Die Staatsanwaltschaft begründete die U-Haft mit schwerem Landfriedensbruch und tätlichem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Mitglieder der Verdi-Jugend hatten am Freitag, 7. Juli, an den Blockaden gegen das Gipfeltreffen teilgenommen, waren aber nach Auskunft von Jansen weder vermummt noch bewaffnet.