Kulturausschuss berät

Letzte Chance für das Kleine Theater in Bad Godesberg

Noch bis Sommer finden im Kleinen Theater, das im Bad Godesberger Kurpark liegt, regelmäßig Vorstellungen statt.

Noch bis Sommer finden im Kleinen Theater, das im Bad Godesberger Kurpark liegt, regelmäßig Vorstellungen statt.

Bonn. Der Bonner Kulturausschuss soll über den künftigen Betreiber des Kleinen Theaters in Bad Godesberg entscheiden. Dort sollen noch einmal alle Konzepte vorgestellt werden.

Nächster Akt im Drama um das Kleine Theater: Die Verwaltung wird nach Auskunft von Stadtsprecherin Monika Hörig dem Stadtrat in seiner Sitzung an diesem Donnerstag vorschlagen, alle bisherigen Interessenten für die Übernahme des Kleinen Theaters in Bad Godesberg in den nächsten Kulturausschuss am 27. Februar einzuladen.

Dort sollen sie noch einmal ihre Konzepte für das Theater vorstellen. Der bisherige Intendant Walter Ullrich will zum Ende dieser Spielzeit nach 60 Jahren in den Ruhestand gehen.

Sollte der Kulturausschuss einem der Interessenten den Zuschlag geben, müsse anschließend eine Dringlichkeitsentscheidung gefällt werden, damit der neue Betreiber umgehend mit den Vorbereitungen starten könne, erklärte Hörig.

Fraglich ist indes, ob alle bisherigen Interessenten der Einladung folgen werden. Ein Teil der Käufergruppe um den ehemaligen Bonner Generalintendanten Klaus Weise hat bekanntlich sein Angebot zurückgezogen. Weise selbst will das Theater jetzt erst einmal von der Stadt mieten.

Die Verschiebung einer Entscheidung auf Ende Februar hält er für problematisch. „Der Rat muss jetzt entscheiden, wenn der Betrieb des Kleinen Theaters gerettet werden soll“, sagte er am Mittwoch dem GA. Er wisse nicht, welche Erkenntnisse noch nötig seien. Klar sei nur: „Das Programm muss jetzt bekannt gegeben werden, wenn man noch die Großkunden wie die Theatergemeinde erreichen will.“

Theatermann Frank Oppermann, der sein Angebot aufrechterhält, das Kleine Theater pachten und betreiben zu wollen, sagte dem GA, für ihn sei das „so gerade noch machbar“. Andernfalls könne man kaum noch Abonnenten gewinnen.