Lampenstelen und Lichtkästen wurden restauriert

Lampen vor dem Alten Rathaus stehen wieder

Erfolgreiche Renovierung: Nicolai Besgen (v. l.), Christoph Siemons, Jürgen Nimptsch, Rudolf Müller und Peter Rothe.

Erfolgreiche Renovierung: Nicolai Besgen (v. l.), Christoph Siemons, Jürgen Nimptsch, Rudolf Müller und Peter Rothe.

BONN. Seit kurzem stehen sie wieder an ihrem gewohnten Ort neben der Treppe des Rathauses: Die beiden historischen Lampen im toskanischen Stil. Gestern Vormittag traf sich der Vorstand des Vereins Altes Rathaus mit Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, um ihm auf der Treppe des Gebäudes die Spende über 25 000 Euro zu übergeben.

Mit dieser Summe hat der Verein dazu beigetragen, die beiden Lampenstelen und Lichtkästen zu restaurieren. Die Gesamtkosten für die Sanierung betrugen 40 000 Euro. "Gerade in Zeiten wie diesen, die für die Stadt nicht leicht sind, wollen wir ein Zeichen der Solidarität setzen", sagte der Vereinsvorsitzende Rudolf Müller.

Oberbürgermeister Nimptsch dankte dem Verein für seinen Einsatz: "Er ist ein ganz herausragendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement." Für Rudolf Müller ist das eine Selbstverständlichkeit: "Es ist wichtig, dass unser wunderschönes Altes Rathaus in seinem jetzigen Zustand auf Dauer gesichert und in Schuss gehalten wird."

Die Renovierung war sehr aufwendig: Die historischen Lampen stehen auf Säulen aus Trachyt. An diesen wurden im letzten Jahr Risse entdeckt. Man baute sie bis auf den Sockel ab und ließ sie von einem Statiker in Köln überprüfen. Er fand heraus, dass in den Säulen Zuganker installiert werden müssen, um die Standfestigkeit der 4,2 Tonnen schweren Stelen zu sichern.

Provisorische Verankerungen führten zu Rissen

Provisorische Verankerungen hatten in der Vergangenheit nur zu weiteren Rissen geführt. Während der Instandsetzung der Stelen sanierte ein Bonner Restaurateur auch die schmiedeeisernen Lampenkästen. Diese wurden direkt nach der Wiederaufstellung auf die Säulen montiert.

Jetzt strahlen die historischen Lampen wieder in altem Glanz. Für Rudolf Müller ist das von großer Bedeutung: "Das Alte Rathaus ist das meistfotografierte Haus in der Bundesstadt. Dieses Aushängeschild Bonns müssen wir pflegen."