Interview mit Konzertveranstalter Ernst-Ludwig Hartz

Kunst!Rasen verlängert bis 2021

Abendstimmung: Die Band Crosby Stills & Nash bei einem Konzert auf dem Kunst!Rasen

Bleibt den Bonnern noch bis mindestens 2021 erhalten: Der Kunst!Rasen.

Bonn. Die Kunst!Rasen-Saison ist zu Ende. Die gute Nachricht: Es geht weiter. Ernst-Ludwig Hartz und Martin J. Nötzel haben einen Pachtvertrag mit der Stadt bis 2021 abgeschlossen.

Über die Open-Air-Reihe, die Amy MacDonald am Dienstagabend schloss, sprach der Veranstalter mit Dylan Cem Akalin.

5000 Besucher bei Amy MacDonald zum Abschluss der Saison trotz des Dauerregens. Das ist doch ein Bekenntnis zum Kunst!Rasen, oder?

Ernst-Ludwig Hartz: Klar, aber Karten werden im Vorfeld gekauft!

Wie zufrieden sind Sie mit der Resonanz? Wie sahen die Zahlen im Einzelnen aus?

Hartz: Insgesamt gab es rund 35.000 Besucher bei neun Konzerten. Die Resonanz war unterschiedlich. Bourani, Brings und Amy MacDonald waren die Top Drei, es gab leider auch Veranstaltungen, die vom Publikum nicht so gut angenommen wurden.

Zum Beispiel?

Hartz: Die 257ers oder Jean-Michel Jarre. Eine Zielgruppe für Gruppen wie die 257ers scheint es in Bonn nicht zu geben.

Das Interesse des jungen Publikums an den Lochis im vergangenen Jahr war auch eher bescheiden.

Hartz: Stimmt. Das hätte mir eigentlich eine Lehre sein sollen. Das war mein Angebot an diese Zielgruppe. So was kann man wohl nur in der Großstadt machen. Das funktioniert nur in Köln.

Und Jean-Michel Jarre?

Hartz: Da hätte ich auf jeden Fall mit mehr Publikum gerechnet. Das ist traurig.

Hat das was mit der Region zu tun?

Hartz: Das glaube ich nicht. Die 257ers waren im Kölner Palladium ausverkauft, in der Essener Grugahalle ausverkauft… Und Jean-Michel Jarre ist mir wirklich unverständlich. Das war die größte Show, die es seit langem in Bonn gegeben hat.

Dennoch machen Sie weiter?

Hartz: Naja, bei Themen wie den 257ers werde ich für den Kunst!Rasen sicher ganz vorsichtig sein und so was lieber in Köln machen.

Kann es denn mit dem Standort zusammenhängen?

Hartz: Der Standort hat sich sehr bewährt. Agenturen und Künstler, die diesen so malerisch gelegenen Platz sehen, sind total begeistert.

Was war denn in diesem Jahr Ihr persönliches Highlight?

Hartz: Die Show von Jean-Michel Jarre war die beste Show, die wir in den vergangenen fünf Jahren in die Beethovenstadt geholt haben. Seine Light- und Lasershow hat den Kunst!Rasen verzaubert.

Und was hat Ihnen eher weniger gefallen?

Hartz: Bands wie die 257ers, die keine 90 Minuten auf der Bühne standen.

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