Konzertreihe am Kölner Dom wird fortgesetzt

KunstRasen-Sommer in Bonn endet

Fred Durst von Limp Bizkit.

Fred Durst von Limp Bizkit.

Bonn/Köln. Der Bonner Konzertveranstalter Ernst-Ludwig Hartz ist mit dem Open-Air-Sommer 2018 zufrieden. In Bonn verkaufte er bisher 50.000 Tickets. In der kommenden Woche startet die letzte Phase der KunstRasen-Reihe mit fünf Konzerten.

Läuft. Der Bonner Konzertveranstalter Ernst-Ludwig Hartz kann zufrieden sein mit der bisherigen Bilanz seiner Konzertreihe auf dem KunstRasen in der Gronau. Nächste Woche starten die letzten Konzerte für diese Saison. Mehr als 50.000 Musikfreunde haben das Open-Air-Ereignis im Schatten des Post Towers besucht. Zum ersten Mal in der sechsjährigen Geschichte der Reihe war mit den Fanta 4 ein Konzert ausverkauft: 9500 Fans feierten ausgelassen die Stuttgarter Hip-Hopper. 5000 bei Simple Minds Das Kostenlose Konzert mit Eli besuchten 3500.

Damit nicht genug: Der Bonner hat in diesem Sommer am Kölner Dom ein weiteres Open-Air-Ereignis gestartet. Alle drei Konzerte auf dem Roncalliplatz – Van Morrison, Patti Smith und Joan Baez – waren ausverkauft. Die gute Nachricht: Die Reihe „Weltstars in Köln“ wird fortgesetzt. Hartz: „Der Antrag ist gestellt, und die Planung für vier Konzerte läuft.“

Und auch für den KunstRasen. Nena ist bereits für 2019 gebucht. Der Vorverkauf läuft Hartz zufolge sehr gut. Bereits im September soll der Verkauf für weitere Konzerte auf der Wiese am Rhein starten.

Fünf Konzerte stehen noch in diesem Jahr an: Das Doppelkonzert mit Moop Mama und Bukahara am Donnerstag, 16. August, ab 19 Uhr muss indes ins Brückenforum verlegt werden. Dafür, so Hartz, wird das Konzert auch bis 22.45 Uhr dauern können. Auf dem KunstRasen ist immer pünktlich um 22 Uhr Schluss. Die zehnköpfige Brassband Moop Mama aus München, vom Saxofonisten Marcus Kesselbauer gegründet, machen Musik, die mehr ist als pures Entertainment. Live ist die Truppe, die auch mit bissigen Texten besticht, ein geradezu physisches Ereignis. Und Bukahara spielt ihre eleusinische Mischung aus Swing, Folk, Reggae und Arabic-Balkan eh stets vor ausverkauften Hallen.

Am Samstag, 18. August, kommt der Storyteller unter den deutschen Singer/Songwritern, Johannes Oerding , nach Bonn. Bevor er um 20 Uhr die Bühne betritt, spielt ab 19 Uhr Tom Gregory, dessen Song "Run to you" über eine bedingungslose Liebe in den Radios heiß läuft.

Sensationelles Hip-Hop/Soul/Pop-Treffen: Am Sonntag, 19. August, kommen ab 19 Uhr der Freundeskreis um Max Herre, Don Philippe und DJ Friction mit den Gästen Joy Denalane, Afrob und Megaloh. Das Konzert wird sicherlich euphorisch werden.

Dire Straits und Supertramp haben in den 80er-Jahren Stadien gefüllt. Gemeinsam hat man sie nie erlebt. Jetzt gibt es dazu eine Gelegenheit – zumindest zwei Bands zu hören, die den Geist der beiden Bands pflegen. Die Bonner haben John Illsleys Band schon mehrmals erleben dürfen. Der langjährige Bassist der Dire Straits beginnt seinen Auftritt am Montag, 20. August, um 18.15. Danach präsentiert Supertramp’s Roger Hodgson die Hits von „Dreamer“ bis „Logical Song“.

Die Saison auf dem KunstRasen beschließt ein echter Kracher: Am Dienstag, 21. August, kommt mit Limp Bizkit eine Pionierband des Nu-Metal. Limp Bizkit gehören zu den innovativsten Bands ihres Genres und sind mit über 40 Millionen verkauften Tonträgern eine der erfolgreichsten dazu. 1994 gründet Bandleader Fred Durst mit dem Bassisten Sam Rivers und dessen Cousin John Otto am Schlagzeug in Jacksonville/Florida Limp Bizkit. Einige Monate später stößt Gitarrist Wes Borland hinzu. Ihr innovativer, aufregender Mix aus antreibenden Rhythmen, rauen Gitarrenwänden und funkigen Hip-Hop-Elementen hat den Rock in den frühen 90ern beeinflusst.

Sensationeller Support in Bonn: die Crossover-Band Dog Eat Dog, die Hardcore-Punk, Heavy Metal und Hip-Hop verschmelzt, eröffnen den Abend um 19 Uhr. Dog Eat Dog spielten zuletzt 1994 in der Bonner Biskuithalle und überraschten damals mit einem Zappa-Cover. Sensationell!