Arbeiten von Rota Blanck im Gärtnerhaus

Kunst aus der Verborgenheit

Inspiriert von der Natur: Bild von Rota Blanck.

Bonn. Auf einem Eichenstammsegment, der von verflossenem Leben gezeichnet ist, lagert ein Basaltblock, über dem sich wiederum ein Aluminiumblatt wölbt, das von silbern schimmernden Bändern umschlungen ist.

"Verpackt" nannte Rota Blanck (1940-2011) diese wie ein fundamentales Statement anmutende Materialassemblage.

Und so wirft das von Tochter Linna Treuheit initiierte In-Memoriam-Projekt "Kunst aus der Verborgenheit" ein Licht auf eine facettenstarke Künstlerin. Die aus Wolfenbüttel stammende Rota Blanck, die zuletzt im Westerwald lebte studierte unter anderem in Berlin bei Paul Dierkes.

Offenbar kennzeichnend für ihr schier unerschöpfliches Repertoire sind weitgehend abstrakte Entwürfe, die auf mutigen Kombinationen von Malerei und keramischer Gestaltung, wie etwa bemalte, lasierte Fliesen beruhen. Zu bestaunen sind gleichzeitig nachdenkliche, ebenso wie skurrile oder humorvolle Kommentare zu Landleben, Flora, Fauna und zum Menschendasein.

Aus Hölzern aller Arten, Fundtrophäen, Natursteinen, Ton, Metallen schmiedet Rota Blanck einen lebendigen Kosmos, der "die Einflüsse der Natur", die Schwerpunkte Leben, Wachstum, Energie und Endlichkeit reflektiert.