Forschungsprojekte auf dem Münsterplatz

"Kreisläufe" auf der Bonner Wissenschaftsnacht

Interessiert erkundigen sich die Besucher im Wissenschaftszelt über die Arbeit der Forscher.

Interessiert erkundigen sich die Besucher im Wissenschaftszelt über die Arbeit der Forscher.

Bonn. Hochschulen und Forschungseinrichtungen präsentieren ihre Arbeit den Bonnern mit einem Wissenschaftszelt auf dem Münsterplatz und der Wissenschaftsnacht am Freitag in der Universität und ihren Museen.

Mit dem Wissenschaftszelt auf dem Münsterplatz wirft die 11. Bonner Wissenschaftsnacht alljährlich ihren Schatten voraus. Auf 22 Ständen im Zelt präsentieren dabei wissenschaftliche Einrichtungen aus der Bonner Region, was sie zum Thema „Kreisläufe“, dem Motto der diesjährigen Wissenschaftsnacht, zu bieten haben.

Dabei werden Kreisläufe in ihren vielfältigen Formen und Ausprägungen, von der Blutzirkulation über Kunst aus nachwachsenden Rohstoffen bis hin zur Chemie, vorgestellt. Sowohl das Wissenschaftszelt als auch die Wissenschaftsnacht sind Projekte der Wissenschaftsregion Bonn, die durch die Stadt Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis und den Kreis Ahrweiler finanziert und gemeinsam mit der Universität Bonn organisiert werden.

„Wir sind froh, in einer Region mit so vielen Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen zu leben, und möchten das der Allgemeinheit präsentieren“, sagt Gisela Nouvertné vom Wissenschaftsmarketing der Stadt Bonn. Bekannt zu machen, was in der Region wissenschaftlich alles passiert, ist ihr wichtig. „Wir gehen aus dem Elfenbeinturm heraus und präsentieren uns“, ergänzt sie. Mit dem Zelt habe man noch mehr Möglichkeiten, gerade tagsüber am Donnerstag und am Freitag Schüler und Schulklassen anzusprechen „und ihnen den Sinn der Wissenschaftsnacht zu präsentieren“.

Institut für Kulturanthropologie zum ersten Mal dabei

Die Integrative Gesamtschule Oberpleis war eine der ersten Schulen, die das Zelt am Donnerstag besuchten. Ihr Interesse galt zum Beispiel der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Universität Bonn mit dem Thema „Wie funktioniert Anästhesie? Keine Narkose ohne Kreislauf“ sowie der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die unter anderem das Projekt „Stammzellen als Knochenersatz in der regenerativen Medizin“ präsentierte.

Schüler der August-Macke-Schule interessierten sich unter anderem für „Nao“, den Roboter aus dem „Humanoid Robots Lab“ der Universität Bonn. Insbesondere haben die Forscher mit Nao, so wurde der Roboter getauft, untersucht, wie sich die Sichtweise von Schülern zu einem Roboter verändert hat: weg von der Vermenschlichung und hin zu einer Betrachtung als nützliche Maschine.

Zum ersten Mal dabei ist das Institut für Kulturanthropologie, das zur philosophischen Fakultät der Universität Bonn gehört. Dessen Forscher sind der Frage „Wie beteiligen sich Bewohner ländlicher Gebiete an der lokalen Umsetzung von politisch-ökonomischen Entwicklungsmaßnahmen?“ nachgegangen. Diskursanalyse, Ethnografie und qualitative Interviews stehen dabei im Mittelpunkt und keine mathematischen Analysen.

Das Wissenschaftszelt ist diesen Freitag von 9 bis 24 Uhr geöffnet. Die Wissenschaftsnacht findet in der Universität und ihren Museen von 18 bis 24 Uhr statt. Mehr zum Programm auf auf wissenschaftsnacht.de.