Reaktion auf verfehltes Klimaziel bei CO2-Bilanz

Koalition will Treibhausgase in Bonn verringern

CO2-Ausstoß

Die Gefahr eines Versagens in der Klimapolitik wird von den Experten als am folgenschwersten eingeschätzt.

Bonn. Die Ratsmehrheit von CDU, Grünen und FDP will sich verstärkt für die Verringerung der Treibhausgas-Emissionen in Bonn einsetzen.

In einer gemeinsamen Presseerklärung reagierte das Bündnis auf einen entsprechenden GA-Bericht. Eine Auswertung der CO2-Bilanz der Stadt durch das Umweltamt hatte ergeben, dass Bonn beim derzeitigen Stand das selbst formulierte Minderungsziel bis 2030 verfehlen wird. „Dass wir unser selbstgestecktes Klimaziel bis 2020, die CO2-Emissionen um 40 Prozent zu senken, noch nicht erreicht haben, überrascht uns nicht“, schreibt die Jamaika-Koalition.

Um dem wachsenden Verkehr zu begegnen, wolle man verstärkt auf umweltverträgliche Antriebsarten wie Busse, Bahnen und Fahrräder setzen, um die Pendlerströme zu beeinflussen, solle das betriebliche Mobilitätsmanagement in Zusammenarbeit von Stadt und Arbeitgebern gefördert werden. Hierzu wolle man in der kommenden Sitzung des Planungsausschusses einen Antrag verabschieden, so die verkehrs- und planungspolitischen politischen Sprecher Bert Moll (CDU), Hartwig Lohmeyer (Grüne) und Frank Thomas (FDP). Für die Zukunft erwäge die Ratsmehrheit unter anderem die Errichtung von Bürgerenergieanlagen, die energetische Verwertung von Grünabfallen und die schrittweise energetische Sanierung städtischer Gebäude.

Das Presseamt teilte unterdessen mit, dass es voraussichtlich immerhin gelinge, das gegenüber dem Bündnis Convenant of Ma-yors gemachte Versprechen einzuhalten. In diesem Kreis hatte Bonn sich verpflichtet, seine Emissionen bis 2020 um 20 Prozent zu verringern.