Neuer Verwaltungsbau

Knauber eröffnet gläsernen Bürokomplex in Bonn

Der Neubau der Knauber-Verwaltung gibt der Endenicher Straße als Einfallstor in die Bonner Weststadt ein neues Gesicht.

Der Neubau der Knauber-Verwaltung gibt der Endenicher Straße als Einfallstor in die Bonner Weststadt ein neues Gesicht.

Bonn. Die Firma Knauber investiert sieben Millionen Euro in einen Verwaltungsbau an der Endenicher Straße. Einen besonderen Platz in dem Gebäude überlässt die Geschäftsführung den Mitarbeitern.

Ines Knauber-Daubenbüchel erinnerte sich an ihren Vater. „Wir brauchen diesen Bau, weil wir expandieren wollen!“, habe dieser schon vor 45 Jahren gesagt – und die Firma errichtete ein Bürogebäude mit 1300 Quadratmetern in Endenich. Nun war es Knauber-Daubenbüchel, die als Geschäftsführerin der Carl Knauber Holding bei den Feierlichkeiten zur Eröffnung der Erweiterung des soeben fertig gestellten Verwaltungsbaus an der Endenicher Straße sprach. Um weitere 3000 Quadratmeter wurde das bestehende Gebäude erweitert. Etwa sieben Millionen Euro investierte die Holding in den vom Büro des Kölner Architekten Peter Schmitz entworfenen Verwaltungsbau.

Zwar sei in der dreijährigen Planungs- und Bauphase der kalkulierte Kostenrahmen überschritten worden, sagte Knauber-Daubenbüchel, doch dies sei vor allem auf Wünsche von ihr und den Mitarbeitern hin geschehen, die erst nach bereits abgeschlossener Planung eingearbeitet werden mussten. So dachte man beispielsweise erst recht spät an den Einbau von Duschen, um den mit dem Fahrrad zum Büro kommenden Mitarbeitern Gelegenheit zu geben, sich für den Geschäftsalltag frisch zu machen.

Oberstes Stockwerk mit Dachterasse ist nicht die Chefetage

Architekt Schmitz hob hervor, dass es heute nicht unbedingt üblich sei, dass Bauherren das repräsentative oberste Stockwerk mit Dachterrasse und weitem Blick über Bonn nicht für die Chefetage nutzten, sondern den Mitarbeitern zur Entspannung zur Verfügung stellten. Er war voll des Lobes für die gute Zusammenarbeit mit der Geschäftsführerin und ihrem im November des vergangenes Jahr verstorbenen Mit-Geschäftsführer Michael Niemeyer, an den Ines Knauber-Daubenbüchel nicht mit einer Schweigeminute gedenken wollte, sondern mit einem dankenden Applaus, der dann auch langanhaltend einsetzte. Der Bau sei auch ein Kind Niemeyers gewesen, ohne ihn wäre er nicht in dieser Form entstanden.

Friedhelm Hommes führte als Leiter des Gebäude-Managements in seinem Sinne die Bauentwicklung fort und berichtete einige Details. So ist die Hälfte des Neubaus auf den vorhandenen Markt aufgesetzt worden. Für die nun bebaute Freifläche an der Endenicher Straße mussten etwa 15 bis zu zwölf Meter lange Pfähle in die Erde gesetzt werden, um dem Bau ein sicheres Fundament zu geben. Mit dem Neubau hat Knauber nun auch eine Schaufensterfront zur belebten Endenicher Straße bekommen.

Architekt Schmitz erklärte, dass man versucht habe, die Dynamik der verkehrsreichen Straße auch in der Fassade sichtbar werden zu lassen. Daher die Faltungen in der 1450 Quadratmeter umfassenden Glasfront. „Wir sind froh“, sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan , dass Knauber seit 1880 in Bonn präsent sei „und mit diesem Neubau ein Zeichen für die Zukunft gesetzt hat“. Damit gebe die Firma auch dem Einfallstor Bonn-West ein neues und modernes Gesicht.