Missgeschick in Bonn-Graurheindorf

Kleinwagen rollt in Graurheindorf in den Rhein

Graurheindorf. Rettungskräfte haben in der Nacht zum Sonntag ein Auto aus dem Rhein geborgen. Der Wagen hatte sich am Fähranleger in Graurheindorf selbstständig gemacht. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Der Notruf erreichte die Einsatzleitstelle der Feuerwehr um 1.19 Uhr. Wie Sebastian Sedlacek vom Führungsdienst der Feuerwehr mitteilte, hieß es, ein Auto sei von der Rampe der Mondorfer Autofähre in den Rhein gerollt. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte war der Seat Leon bereits 100 Meter abgetrieben. Er befand sich etwa 20 Meter vom Ufer entfernt in zwei Metern Tiefe.

Während zunächst fraglich war, ob sich noch Personen im Innern befanden, gab der Besitzer selbst nach Auskunft von Feuerwehrsprecher Martin Haselbauer die Rückmeldung, dass keine Personen in Gefahr seien. Alarmierte Strömungsretter und Taucher der DLRG sowie des THW konnten sich deshalb darauf konzentrieren, den Wagen mit Seilen zu sichern. Die Feuerwehr zog ihn später mit einer Seilwinde an Land.

Laut Informationen der Polizei war ein 18-jähriger Fahrer mit drei Begleiterinnen im Alter von 16, 18, und 21 Jahren in dem Wagen unterwegs gewesen. Der Fahrer gab gegenüber den Beamten an, die Handbremse und den Zündschlüssel gezogen und keinen Gang eingelegt zu haben, bevor er und seine Beifahrerinnen das Auto verließen. Bislang bleibt unklar, ob die Aussage des Fahrers der Wahrheit entspricht, oder ob die Handbremse versehentlich doch nicht gezogen wurde und der Pkw deshalb in den Rhein rollte.

Vor Ort waren insgesamt 75 Einsatzkräfte, dazu gehörten neben den Feuerwehrleuten aus Bonn und Bornheim, den DLRG-Rettungskräften aus Bonn sowie dem Rhein-Sieg-Kreis und den Tauchern des THW aus Bad Honnef auch Einsatzkräfte der DRK Wasserwacht Rhein-Sieg.