Karneval in Bonn

Kleineres Biwak stört die Besucher nicht

Biwak der Ehrengarde: Der Grill auf dem Marktplatz ist am Sonntag von hungrigen Gästen umlagert.

BONN. Klein, aber fein hat sich Sonntagmorgen das Biwak der Ehrengarde der Stadt Bonn präsentiert. Die Zeltstadt auf dem Marktplatz war ungefähr ein Drittel kleiner als in den Vorjahren.

Da die Speise- und Trinkangebote aber gut auf der Fläche verteilt standen, ist das reduzierte Angebot aber kaum aufgefallen. Lediglich das Fehlen der traditionellen Feuerzangenbowle löste beim Publikum einige Fragen aus.

Schon 2013 hatte der Vaterstädtische Verein angekündigt, das Biwak aus wirtschaftlichen Gründen reduzieren zu müssen. "Der Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Ertrag", sagte Guido Lepper, Mitglied des Generalstabs der Ehrengarde. Bislang hatte das Corps immer mindestens 100 Mitglieder und zahlreiche Wagen im Einsatz, jetzt waren es nur noch rund 70 Helfer und weniger Fahrzeuge.

Einer fehlte auch: Kommandant Thomas Janicke. Er musste das Bett hüten, weil ihn eine Erkältung erwischt hat. Statt des großen Biwaks hatte die Ehrengarde im Februar erstmals einen Sternmarsch und ein Biwak an einem Samstag angeboten. Beide Veranstaltungen sollen laut Guido Lepper im nächsten Jahr wiederholt werden.

Wer sich beim Schlendern über den Marktplatz und durch die Sternstraße die bunt geschmückten Hausfassaden angesehen hat, dem sind vier Fenster besonders aufgefallen. Dort hingen Standarten des Beueler Stadtsoldatencorps. Woran erkennt man das? Antwort: Das Maskottchen, der Kniepes, ein augenzwinkernder Stadtsoldat, ist auf dem Stoff abgebildet.

Warum die Standarten dort hingen, wusste allerdings niemand zu sagen. Gemeinsam mit dem Feldlager des Bonner Stadtsoldaten-Corps rundete das Biwak das bunte Treiben auf dem Marktplatz ab. Im sogenannten Kommandantenzelt der Stadtsoldaten wärmten sich viele Corpsmitglieder vor dem Rathaussturm bei warmer Suppe aus der Feldküche auf.

Info

Nach dem Rosenmontagszug lädt die Ehrengarde am Montag ab 16 Uhr zur "Noh em Zoch-Fete" ins Zeughaus, Budapester Straße 17, ein.