Jahresempfang Diakonie: Hilfsangebote vorgestellt

Kinderleid bei Elternsucht

Bonn. Sind Vater und/oder Mutter alkohol- oder drogenabhängig, wird die Sucht in der Regel auch für die Kinder zur enormen Belastung. Das machte Marion Ammelung, Leiterin der Diakonie/Caritas-Suchtberatungsstelle "update" beim gestrigen Jahresempfang des evangelischen Diakonischen Werks deutlich.

Deutschlandweit wüchsen rund drei Millionen Kinder in einem durch Sucht belasteten familiären Umfeld auf, so Ammelung.

In Bonn stehen betroffenen Familien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der "Ambulanten Flexiblen Hilfen" von "update" auf Wunsch mit Rat und Tat zur Seite: "Die Mitarbeiter begleiten Familien, kümmern sich um das Wohl der Kinder, versuchen die familiären Strukturen wieder ins Lot zu bringen und entwickeln Bewältigungsstrategien mit den Kindern", so Ammelung.

Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch hob in seiner Rede vor den Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wohlfahrtspflege und Kirche im Haus der Evangelischen Kirche die "wichtige Rolle hervor, die die Diakonie im Bereich Ambulante Suchthilfe spielt", Eberhard Kenntner, Superintendent des Kirchenkreises Godesberg/Voreifel, die Bedeutung der Diakonie im Allgemeinen.

Diakonie-Chef Ulrich Hamacher skizzierte die angespannte soziale Lage in Bonn und mahnte, "Fehlentwicklungen zu korrigieren".