Maßnahmen an A565

Kelber fordert raschen Lärmschutz an Nordbrücke

Geht es nach Ulrich Kelber, soll der Lärmschutz an der Nordbrücke verbessert werden.

Bonn. Der Bonner SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber fordert die zeitnahe Umsetzung von Lärmschutz-Maßnahmen an der Nordbrücke. Hintergrund seines Briefs an den NRW-Verkehrsminister ist ein abgesagtes Treffen.

In einem offenen Brief an NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) fordert der Bonner SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber eine zügige Verbesserung des Lärmschutzes an der Nordbrücke. "Ich gehe davon aus, dass Sie der Bitte vieler Anwohner, Spaziergänger, Jogger und Fahrradpendler nach deutlich verbessertem Lärmschutz entlang der Friedrich-Ebert-Brücke entsprechen und sich für die zeitnahe Umsetzung geeigneter Maßnahmen einsetzen", heißt es in dem Schreiben nach Düsseldorf.

Kelber bezieht sich auf ein Antwortschreiben des Ministers, der ihm darin eine Absage für ein Treffen mit dem Landesbetrieb Straßen NRW erteilt hatte, das im Rahmen der "Roter-Rucksack-Tour" Kelbers angedacht war.

Verkehrsminister Wüst lehnte Ortstermin ab

Wüst begründete die Absage mit grundsätzlicher Zurückhaltung des Landesbetriebs "bei Veranstaltungen, die einen parteipolitischen Anschein erwecken können," und fügte hinzu: "Ich denke, für eine sachgerechte Darstellung der facettenreichen Projekte ist eine Sommertour mit einem relativ kurzen Aufenthalt vor Ort nicht der sachgerechte Rahmen. Auch erscheint mir die Örtlichkeit, insbesondere die Beeinträchtigung durch den Straßenverkehr, für eine ausführliche Erläuterung der Sachverhalte nicht geeignet." In diesem letzten Satz liest Kelber ein Eingeständnis des Ministers, dass die Lärmemissionen in der Umgebung der Brücke "außerordentlich hoch sind", wie der Abgeordnete schreibt.

Kelber hatte um ein Treffen im Rahmen seiner jährlich stattfindenden Sommertour gebeten, um sich, über den Sachstand der geplanten Sanierung und Erneuerung des in die Jahre gekommenen Brückenbauwerks und des "Tausendfüßlers" zu informieren. Wüst stellte ein Gespräch mit dem Landesbetrieb in einer der Niederlassungen in Aussicht.