Sanierung der Beethovenhalle Keine alten Bomben unter der Beethovenhalle in Bonn

Die Baustelle Beethovenhalle im Jahr 1958: Der Festsaal wurde offenbar nicht auf Blindgängern gebaut.

Bonn. Die Stadt scheint die bautechnischen Schwierigkeiten in der Beethovenhalle in den Griff zu bekommen. Gute Nachrichten gab es jetzt auch vom Kampfmittelräumdienst.

„Die aus dem problematischen Untergrund und den statischen Unwägbarkeiten erwachsenen Probleme in der Bauumsetzung sind weitestgehend gelöst“, erklärt Stadtsprecherin Monika Hörig auf Anfrage. Im Februar hatten zum Beispiel Hohlräume im Untergrund und mangelhafte Wandfundamente die Baustelle nahezu lahmgelegt. Inzwischen seien Lösungen gefunden und zum Teil schon umgesetzt, so die Stadt.

Die Kampfmittelsondierung sei abgeschlossen, der Boden unter der Halle mittels Hochdruckinjektionen verfestigt worden. Zwar gebe es „aufgrund der zum Teil fragilen Bausubstanz“ des denkmalgeschützten Hauses noch statische Probleme. Diese würden aber mit Unterstützung des beauftragten Tragwerksplaners „bauabschnittsweise identifiziert und gelöst“. Mängel attestiert die Stadtverwaltung allerdings dem federführenden Architektenbüro aus Berlin. Um diese auszugleichen, musste der Rat eine Budgeterhöhung um 233.000 Euro genehmigen – die Stadt will sich das Geld später bei den Architekten zurückholen.

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