Anwohner stoppen Altstadt-Party an Rosenmontag

Kaum Verständnis für Party-Verbot

Ausgelassene Partystimmung vor dem Frankenbad: So wie 2014 darf dort an Rosenmontag in diesem Jahr aber nicht gefeiert werden.

Bonn. Die Reaktionen sind fast alle ähnlich: Die meisten GA-User haben verärgert auf die Ankündigung der Stadt reagiert, die Altstadt-Party am Frankenbad an Rosenmontag in diesem Jahr zu verbieten. Anwohner hatten mit einer Klage gedroht - wegen zu viel Lärm.

"Es ist mir schleierhaft wie es möglich ist, dass rheinische Traditionen von einer kleinen Gruppe Querulanten gekippt werden können", "Es ist schon erstaunlich das die Interessen Einzelner über das der großen Mehrheit gestellt wird", "Was für ein Armutszeugnis - mir fehlen die Worte" oder auch: "Es ist höchste Zeit, dass der Titel 'Bonn - Bundesstadt' diesem Ort aberkannt wird, und durch 'Bonn - Schlafstadt' ersetzt wird - mit Unverständnis, Frust und Ärger haben viele GA-Leser auf das bekanntgewordene Verbot der Altstadt-Party an Rosenmontag vor dem Frankenbad reagiert.

Wie berichtet hatte eine Gruppe von sechs bis acht Anwohnern der Stadt Bonn über ihren Anwalt mit einer Klage gedroht, sollte auf dem Platz vor dem Frankenbad nach dem Rosenmontagszug wie schon in den vergangenen Jahren eine Party stattfinden. Laut dem Rock-Beauftragten der Stadt, Hans-Joachim Over, sei die Lärmemission der Party zu hoch gewesen. Die Stadt müsse sich deshalb der Drohung beugen - und sprach schließlich das Verbot aus.

"Nur weil sich wenige Leute beschweren, wird alles was Spaß macht verboten. Bald ist Bonn so tot, wie der Friedhof von Chicago", schreibt GA-User "Walli" dazu. "Bonn macht keinen Spaß mehr", meint ein anderer User. Und "Seifert" schreibt: "Es ist unfassbar, dass sich die Beschwerden der Anwohner in dieser Art häufen und den Menschen jegliches Zusammentreffen und den Spaß daran verderben."

Doch es gibt auch Leser, die Verständnis für die Anwohner haben: "Ich verstehe die Anwohner. Die pochen nur auf Anwendung des geltenden Rechts", schreibt beispielsweise "Ulli". Und ein anderer User meint: "Verständlich, dass die Anwohner sich beschweren. Sie haben an Rosenmontag ohnehin schon genug zu ertragen."

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