Klima und Stadtplanung

Junge Chinesen pflanzen Bäume in Bonn

Auf dem Grünstreifen am Landesbehördenhaus pflanzen junge Chinesen mehrere Kirschbäume.

BONN. Zwischen Brombeeren und Brennnesseln sollen nächstes Jahr Kirschen fallen: Nach ihrer Konferenz zur nachhaltigen Stadtentwicklung in China pflanzten deren Teilnehmer zwei Kirschbäume im Grünstreifen neben der Einmündung zur Autobahn 562 am ehemaligen Landesbehördenhaus.

"Die Kirschblüte ist ein wichtiges Symbol in Asien", sagte Zhou Wuyan vom Verein Rhine Acadamic Forum, der mit der "China Association for NGO Cooperation" (CANGO) die Tagung in Bonn samt Austauschprogramm organisiert hatte.

Damit die Kronen der Bäume später zusammenwachsen können, wurden sie nur wenige Meter auseinander gepflanzt. "Sie stehen auch für die Deutsch-Chinesischen Beziehungen, die sich weiterentwickeln sollen", sagte Patrick Schröder von CANGO. Die Konferenz war der Schlusspunkt eines sechsmonatigen Expertenaustauschs beider Länder.

"Wir können bei Klimawandel und Umweltschutz viel voneinander lernen", sagte Wuyan. Viele Regionen Chinas litten unter starken Umweltschäden, die vor allem durch die rasant wachsende Industrie entstünden. So wie das Ruhrgebiet noch vor 20 Jahren unter Smog gelitten hätte, sei es nun auch in Asien.

"Mit dem Unterschied, dass wir gerade erst am Anfang stehen und noch viel gestalten können", so Wuyan, die ehrenamtlich den Verein unterstützt, den ansässigen Chinesen gegründet haben. Ein wichtiger Punkt der Konferenz sei laut Schröder deshalb die klimaschonende Stadtplanung gewesen. "Dazu gehören neben Verkehrsanbindungen auch energieeffiziente Gebäude."

"Deutschland ist für uns ein Vorbild", sagte Lina Li aus Beijing. Das gehe so weit, dass "Energiewende" zum Fachausdruck in China geworden sei. Sie findet, dass die Chinesen von den Deutschen lernen, aber auch eigene Lösungen entwickeln müssen.