Seilbahn in Bonn

Jetzt haben die Bürger das Wort

Die urbane Seilbahn in Tiflis (Georgien). Ähnlich könnte es auf den Venusberg hinaufgehen.

Die urbane Seilbahn in Tiflis (Georgien). Ähnlich könnte es auf den Venusberg hinaufgehen.

Bonn. In Hamburg ist der Bau einer Seilbahn über die Elbe vor zwei Jahren krachend am Votum von Anwohnern gescheitert. Das soll in Bonn nicht passieren. Mit einem dreistufigen Beteiligungsverfahren will die Stadt die Bürger über die Möglichkeiten einer solchen Verkehrstrasse informieren.

Kommenden Mittwoch, 22. Juni, findet um 20 Uhr ein erstes Informationstreffen in der Bad Godesberger Stadthalle mit einer Ausstellung zum Thema Seilbahn statt (Einlass ab 19 Uhr).

Zwei weitere öffentliche Veranstaltungen sollen nach der Sommerpause parallel zur Machbarkeitsstudie angeboten werden. Das Ingenieurbüro Verkehr, Städtebau und Umweltschutz mit Sitz in Herzogenrath ermittelt bis Ende des Jahres, welche Möglichkeiten es für ein solches schwebendes Verkehrsmittel gibt.

Es prüft, wie in einem Korridor von etwa drei Kilometern zwischen Venusberg und UN-Campus eine Seilbahn verlaufen könnte und was dafür notwendig wäre. Der genaue Trassenverlauf ist Gegenstand der Untersuchung. Zusätzlich geprüft werden soll eine weitere Strecke über den Rhein.

Neben dem Bürgerdialog ist eine Befragung der Teilnehmer geplant. Sie können den jeweiligen Projektstand zudem über die Internetseite "Bonn macht mit" verfolgen und dort Kommentare äußern. "Wir wollen Ängste begegnen und Begeisterung für das Projekt wecken", sagte Stadtbaurat Helmut Wiesner bei der Vorstellung der Bürgerbeteiligungspläne.