Gruppe forderte Absage

Israeli spricht trotz Protest an der Uni Bonn

Symbolbild: Israelische Fahne.

Symbolbild: Israelische Fahne.

Bonn. Eine Kampagne hat die Universität aufgefordert, einen Vortrag des Wissenschaftlers Amichai Magen an diesem Donnerstag abzusagen.

Der Abend im Festsaal des Hauptgebäudes ab 18 Uhr steht unter der Überschrift „Managing Terrorist Threats: The Growing Democracy Advantage“ und wird vom Center for International Security and Governance veranstaltet. Die Bonner BDS-Gruppe wirft Magen vor, als „Propagandist für Israel“ Positionen zu vertreten, die im Widerspruch zu demokratischen Werten stehen.

Der politische Zweck seiner Thesen bestehe darin, Israels Politik gegenüber den Palästinensern zu einem Bestandteil des westlichen „Krieges gegen den Terror“zu erklären, schreibt Heinz Assenmacher im Namen der Kampagne. Die internationale Bewegung BDS steht für „Boycott, Divestment and Sanctions“ und richtet sich gegen den Staat Israel.

Die Universität sei ein Ort des freien und ungehinderten wissenschaftlichen Diskurses, betont das Rektorat. „Dr. Magen ist ein international ausgewiesener Wissenschaftler, der den Dialog mit Vertretern anderer Meinungen nicht scheut“, sagt Universitätssprecher Andreas Archut. „Daher sehen wir keinen Grund, die Veranstaltung abzusagen.“ Magen forscht an der Lauder School of Government, Diplomacy and Strategy in Herzliya. Der Vortrag ist öffentlich.