Abkehr von den ursprünglich geplanten 60 000 Quadratmetern

Investor reduziert Größe des Bonn-Centers

Wie genau der Neubau nach Abriss des Bonn-Centers aussehen wird, steht bislang noch nicht fest.

BONN. Wie genau der Neubau nach Abriss des Bonn-Centers aussehen wird, steht bislang noch nicht fest. Das teilte gestern der Eigentümer "Art-Invest Real Estate" mit. Wie der GA erfuhr, ist der Investor davon abgekommen, im neuen Komplex eine Geschossfläche von 60 000 Quadratmetern zu erreichen.

Die Zahl kam im Zusammenhang mit einem möglichen Interessenten zur Sprache, den es nicht mehr gibt. "Nach der Baunutzungsverordnung ist für Kerngebiete die höchstzulässige Geschossfläche, die in Bebauungsplänen zugrunde gelegt werden darf, 3,0", teilt ein Leser dem GA mit.

Darauf habe ein Grundstückseigentümer aber nicht von vorne herein einen Anspruch. Diese Regelung trifft bei dem jetzigen 18-stöckigen Bau in etwa zu. Der hat eine Geschossfläche von 34 000 Quadratmetern bei einer Grundstücksgröße von 11 000 Quadratmetern. Die Stadt hält sich zurück: Ob und wie den Vorstellungen des Investors zur künftigen Geschossfläche gefolgt wird, könne erst im Bebauungsplanverfahren erörtert und vom Rat entschieden werden, so Stadtvizesprecher Marc Hoffmann.

Da haben auch die Anwohner ein Wörtchen mitzureden. Um ein optimales städtebauliches Ergebnis zu erreichen, setzt die Art-Invest nach eigenen Angaben mit der Stadt ein Qualifizierungsverfahren mit renommierten Architekten um. Das Ergebnis werde Grundlage für die Flächenausnutzung, Architektur und Festlegungen des Bebauungsplans. "Wir sind zuversichtlich, dass der Bebauungsplan zum Ende dieses Jahres verabschiedet wird", sagt Arne Hilbert, Niederlassungsleiter NRW bei Art-Invest. Das Bonn-Center steht seit dem Auszug der Deutschen Post 2011 zu 70 Prozent leer.