"PassionenStationen" im Schumannhaus

Innehalten an öffentlichen Stellen

Mangelware Sitzplatz: Axel von Dobbeler begrüßt im Schumannhaus zahlreiche Gäste zur Eröffnung des Kunstprojekts.

BONN. Viele Gäste mussten am Samstagnachmittag mit einem Stehplatz am Fenster vorlieb nehmen. So voll war es im Schumannhaus in Endenich. Das Evangelische Forum und das Katholische Bildungswerk Bonn hatten zusammen mit dem Kunstmuseum zu der Auftaktveranstaltung des Kunstprojekts "PassionenStationen" eingeladen.

Dabei gehe es um akustische Interventionen, wie Axel von Dobbeler vom Evangelischen Forum erklärte. "Wir wollen während der Passionszeit zum Innehalten bewegen", sagte er. Und zwar an öffentlichen Stellen, an denen man sonst vorbeieile.

An 13 Orten wird das ökumenische Kunstprojekt bis zum 31. März stattfinden. Sie sollen einen Platz des Leids markieren. 14 Künstler hatten sich mit großem Engagement an die Arbeit gemacht. Das Ergebnis wird unter anderem an öffentlichen Plätzen, einer Schule, einem Bahnübergang und in einem Wald zu hören sein. Es ist bereits die zweite Zusammenarbeit der kirchlichen Bildungswerke mit dem Bonner Kunstmuseum.

Kulturdezernent Martin Schumacher, Schirmherr des Projekts, meinte: "PassionenStationen soll die Menschen erreichen und ihnen die Passion wieder ins Bewusstsein rufen." Guido Schlimbach von der Kunststation Sankt Peter in Köln betonte die Verbindung zwischen Kunst und Glaube. "Es geht um das In-Sich-Hineinhorchen, um das 'Mehr' des Menschseins."

Die Stationen

Wer die "PassionenStationen" selbst entdecken möchte, hat bis zum 31. März an 13 verschiedenen Stationen die Möglichkeit dazu. Diese Orte reichen von der Unterseite der Brücke der A565, über den Kaiserplatz bis hin zum Botanischen Garten. Auch im Bootshaus in Beuel und im nördlichen Kottenforst werden Installationen auf die Passion, das Leiden und die Leidenschaft hinweisen.

Weitere Infos: www.passionenstationen.de.