Offener Brief zur Zukunft des Viktoriakarrees

Initiative will mit Rat einen "Neuanfang"

Die Signa-Holding hat sich das Schlüsselgrundstück an der Ecke Stockenstraße und Rathausgasse bereits 2011 gesichert und seitdem weitere Privatgrundstücke gekauft. FOTO: VOLKER LANNERT

Die Signa-Holding hat sich das Schlüsselgrundstück an der Ecke Stockenstraße und Rathausgasse bereits 2011 gesichert und seitdem weitere Privatgrundstücke gekauft.

BONN. Die Initiative "Viva Viktoria" will es offensichtlich noch vor der kommenden Ratssitzung wissen: In einem offenen Brief haben die Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen die Pläne eines Einkaufszentrums im Viktoriakarree allen Fraktionen und Mitgliedern des Stadtrates vorgeschlagen, einen gemeinsamen Neuanfang im Viktoriaviertel "auf der Basis einer breiten Bürgerbeteiligung und unter Einbeziehung aller gesellschaftlichen Gruppen" zu wagen.

"Viva Viktoria" appelliert mit diesem Schreiben an alle Mandatsträger des Stadtrats, "durch ein einstimmiges Votum dem Wunsch von fast 20 000 Bürgerinnen und Bürgern zu folgen und für das Bürgerbegehren zu stimmen". Anschließend solle eine breit angelegte und ergebnisoffene Bürgerbeteiligung zur Zukunft des Viktoriaviertels initiiert und durchgeführt werden.

Sollte der Rat anders entscheiden, wird es wohl unweigerlich zu einem Bürgerentscheid kommen. Doch darauf sind die Initiatoren um Axel Bergfeld, Ludwig Eick, Johannes Roth und Bernd Eder eigentlich gar nicht scharf: "Ein Bürgerentscheid wäre aus unserer Sicht nicht die Lösung des Konflikts um das Viktoriaviertel, sondern ein kostspieliges, zu Stillstand und Verzögerung führendes Verfahren", so das Quartett.