Ehepaar Bursch schenkt Stadtarchiv ein Porträt des Politikers

In Erinnerung an Hermann Wandersleb

BONN. Hermann Wandersleb ist vielen Bonnern als entscheidender Befürworter und "Macher" der Bundeshauptstadt Bonn im Gedächtnis geblieben. Das Stadtarchiv verfügt seit gestern über ein Porträt des für Bonn so wichtigen Nachkriegspolitikers. Die Eheleute Wiltrud und Horst Bursch haben das Bild dem Stadtarchiv gespendet.

Das Porträt, gemalt 1953 vom berühmten Eifel-Maler Curtius Schulten, hatten die Eheleute 2001 bei einer Auktion für 2000 D-Mark erworben. "Das Bild hing dann jahrelang bei uns im Treppenhaus", sagt Wiltrud Bursch.

Nun würde der Platz aber für andere Gemälde gebraucht. "Wir sind gleich doppelt erleichtert", ergänzt Horst Bursch. "Jetzt haben wir wieder mehr Platz und wissen, dass das Bild hier in guten Händen ist."

Das Porträt sei ein geschichtliches Dokument, so Horst Bursch weiter. Da sich im Stadtarchiv bereits der gesamte schriftliche Nachlass von Wandersleb befinde, gehöre es ebenfalls dort hin. "Der Wert des Gemäldes ist hauptsächlich ideell", sagt Norbert Schloßmacher, Leiter des Bonner Stadtarchivs.

Er will das Bild sicher verwahren und gern für Ausstellungen zur Verfügung stellen. "Das Bild ist zu schade, um es einfach hier im Besucherraum aufzuhängen", so Schloßmacher. Der von den Bonnern mit dem Ehrentitel "Bonnifacius" versehene Wandersleb war in den entscheidenden Jahren der Nachkriegszeit Leiter der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalens unter Ministerpräsident Karl Arnold und später als Staatssekretär im Ministerium für Wohnungsbau unter Konrad Adenauer tätig.