Keine Zulassung in Bonn

Imker Maresch darf nicht auf Bonner Weihnachtsmarkt

Bonn. Der Bonner Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr ohne den Stand von Klaus Maresch steigen. Der Imker erhielt keine Zulassung und vermutet eine Retourkutsche von Seiten der Stadt.

17 Jahre lang war der Stand von Imker Klaus Maresch fester Bestandteil des Bonner Weihnachtsmarktes. Damit ist es nun vorbei, Maresch zieht mit seinem Stand nach Köln und wird auf dem Weihnachtsmarkt am Rudolfplatz Produkte rund um Honig anbieten. „Die Stadt Bonn teilte mir mit, dass ich in diesem Jahr keine Zulassung für den Stand bekomme“, so Maresch. „Mein Angebot sei nicht mehr attraktiv genug.“

Stadtsprecher Marc Hoffmann bestätigte die Entscheidung, wollte sich zu den genauen Gründen aber nicht äußern. „Ein Gremium aus Verwaltungsmitarbeitern, das die Entscheidung über die Zulassung fällt, hat einem anderen Bewerber den Zuschlag gegeben.“ Der Imker sei telefonisch informiert worden, erhalte die Tage aber auch noch eine schriftliche Benachrichtigung. Hoffmann verwies zudem darauf, dass jedes Jahr bis zu zehn Prozent der Stände auf dem Weihnachtsmarkt ausgetauscht würden.

Maresch überraschte die Entscheidung nicht. „Ich gehe davon aus, dass das eine Retourkutsche für das vergangene Jahr ist“, sagte der Imker. Er lag damals mit der Stadt im Clinch, weil er an seinem Stand die Fantasiebehörde „Bundesamt für magische Wesen“ bewarb. Das sein Angebot nicht mehr attraktiv sei, ist für den Standbetreiber nur ein vorgeschobener Grund.

Im Internet drücken viele Bonner ihr Bedauern über das Aus des Stands aus. Seine Kundschaft soll aber nicht leidtragend sein. „Die Standgebühr, die wir nun in Bonn sparen, nutzen wir, um unseren Webshop auszubauen und dort Rabatte anzubieten“, erläutert Maresch.