Einrichtung in Auerberg

Haus für Senioren und Behinderte

DRK-Wohnanlage: Markantes Gebäude, moderne Architektur. PLAN: DRK

DRK-Wohnanlage: Markantes Gebäude, moderne Architektur. Plan: DRK

AUERBERG. "Viele reden von Inklusion, aber wir machen sie!" Selbstbewusst stellt Georg Fenninger, Vorsitzender des Kreisverbandes Bonn, die Pläne für den Neubau der DRK-Wohnanlage mit Sozialstation im Auerberg vor.

Gehen die Bauarbeiten so zügig und reibungslos voran wie bisher, werden schon Anfang 2016 die Kisten in dem modernen Gebäude auf dem Areal Warschauer-/ Pariser- und Stockholmer Straße ausgepackt sowie die ersten Möbel hineingetragen. Noch in diesem Monat wird der Richtkranz über dem Rohbau hochgezogen. "Das ist das größte Bauprojekt, das der DRK-Kreisverband bisher realisiert hat", erläutert Kreisgeschäftsführer Klaus Müller-Starmann.

Wohnungen, Tagespflegeplätze für Senioren, Stadtteilbibliothek sowie Platz für gewerbliche Flächen - rund 6,2 Millionen Euro wird der hell und freundlich gestaltete Komplex kosten. Mit der Deutschen Fernsehlotterie hat der Kreisverband Bonn bereits jetzt das große Los gezogen. Denn die Lotterie steuerte rund 240.000 Euro bei.

"Auerberg ist ein rasant wachsender Stadtteil. Rund 11.000 Menschen leben dort. Deshalb ist es sinnvoll, dass wir mit dieser Einrichtung und unserem Angebot an diesen Standort ziehen. Denn der Bedarf ist dort besonders groß", so Fenninger.

Insgesamt wird das neue Gebäude mit modernem Flachdach über drei Etagen verfügen. Neben 21 geförderten Wohnungen wird es zudem eine große Unterkunft geben, in der acht Schwerstbehinderte gemeinsam mit Betreuern leben. "Jeder wird einen eigenen Bereich haben, gemeinsam werden sie Wohnraum, Küche und andere Gemeinschaftseinrichtungen nutzen", stellt Müller-Starmann das Konzept weiter vor.

Einheiten zwischen 44 und 80 Quadratmetern

Allein diese Wohnung wird eine Grundfläche von etwa 400 Quadratmetern haben. Ob für Singles, Ehepaare oder Familien, alle geförderten Einheiten zwischen 44 und 80 Quadratmetern werden über Balkon oder Loggia verfügen. In der Tiefgarage stehen zudem 26 Stellflächen zur Verfügung.

Im Erdgeschoss wird auf rund 305 Quadratmetern eine Tagespflegeeinrichtung für bis zu 16 Senioren untergebracht. Weitere 210 Quadratmeter sind für eine Sozialstation vorgesehen. Dort soll das Begegnungszentrum "Spots" (Stützpunkt Offene Türen für Senioren) einziehen, sowie ambulante Pflege angeboten werden. "Diesen Service können natürlich auch die Behinderten der Wohngruppe nutzen", so Müller-Starmann. Zudem ist im Untergeschoss Platz für ergänzende Dienstleistungen und Praxen.

Ursprünglich sollte im Erdgeschoss auch eine Tagespflegeeinrichtung für behinderte und nichtbehinderte Kinder angesiedelt werden. Dieser knapp 200 Quadratmeter große Bereich könnte jedoch auch von der Stadtteilbibliothek genutzt werden. "Derzeit führen wir entsprechende Gespräche", so der Vorsitzende des Kreisverbandes.

"Mit der neuen Wohnanlage schaffen wir ein ideales Domizil für Alte, Kranke und Behinderte. Und das auch noch in einem schönen Ambiente", freut sich Fenninger schon auf die Eröffnung. Und Kreisgeschäftsführer Müller-Starmann ergänzt: "Mit diesem Projekt haben wir Wohnungsbau und Integration in idealer Weise miteinander verbunden."