Jonglieren lernen in 30 Minuten

Hände auf Hüfthöhe: Petra Schliebitz verrät Senioren Tricks für die Ball-Artistik

GRONAU. Jonglieren ist schwer, das kann ich nicht, denken viele. "Jonglieren lernen kann jeder", sagt Petra Schliebitz. Sie jongliert seit 15 Jahren und ist als Clown für Demenzerkrankte in Seniorenheimen in Bonn tätig.

Am Samstag nahm sie sich Zeit, um Senioren im Heinz-Dörks-Haus das Jonglieren in wenigen Schritten beizubringen. Veranstalter des Kurses war die Axenfeld-Stiftung. Doch wie lernt man Jonglieren in nur 30 Minuten?

Der erster Schritt: Man nimmt einen Ball in die rechte Hand und wirft ihn in die linke. Die Hände sind in Hüfthöhe. Der Ball sollte dabei in einem Bogen vor dem Körper hoch geworfen werden, bevor er in der anderen Hand landet. "Man wirft mit den Fingern, ganz locker", sagt Petra Schliebitz. Wer den Wurfbogen raus hat, kann einen zweiten Ball dazu nehmen.

Der zweite Schritt: Man nimmt einen Ball in die linke und einen in die rechte Hand. Zuerst wirft man den Ball aus der rechten Hand in die linke. Sobald er gelandet ist, wirft man den anderen Ball aus der linken Hand in die rechte. Wenn die Bälle in gleichmäßigen Bögen fliegen, kann man das Ganze schneller versuchen Zunächst wirft man die Bälle nacheinander hin und her, später gleichzeitig. Tipp: Die Hände auf Hüfthöhe lassen und die Bälle nicht aus der Luft greifen.

Der dritte Schritt: Jonglieren. Dazu nimmt man einen dritten Ball in die rechte Hand und wirft ihn in die linke, dann wieder den Ball aus der linken Hand in die rechte und so weiter. "Man muss nicht direkt jeden geworfenen Ball fangen. Hauptsache ist, dass die Bälle gleichmäßig hin und her fliegen und man ein gutes Gefühl für das Werfen hat", sagt Schliebitz. "Schneller werden kann man später immer noch."

Im Kurs am Samstag gelang es niemandem, schon innerhalb einer halben Stunde das Jonglieren zu erlernen. Dafür wurde unter den Teilnehmern viel gelacht. Ein älterer Mann gab allerdings schon nach wenigen Versuchen auf und sagte: "Das ist doch Kinderkram." Petra Schliebitz entgegnete: "Wenn man Spaß hat und sich locker macht, dann klappt das mit dem Jonglieren irgendwann von alleine." Eine ältere Dame gefiel es, dass sich Schliebitz nicht aus der Ruhe bringen ließ. Jonglierbälle kosten um die acht Euro und sind im Fachhandel erhältlich.

@ Mehr Infos gibt es unter www.petraschliebitz.de