http://ichsagmal.com

Gunnar Sohn bloggt über digitale Wirtschaft

Bloggt über netzökonomische Themen: Gunnar Sohn

Bloggt über netzökonomische Themen: Gunnar Sohn

Bonn. Aus einer spontanen Idee ist Gunnar Sohns Blog entstanden. Er widmet sich dort netzökonomischen Fragen

Bei Gunnar Sohn ist der Name seines Blogs Programm. Ihn „ichsagmal“ zu nennen, sei eine spontane Idee gewesen, sagt er: „Aber es passt ja.“ Es gehe ja um seine Perspektive. Diese legt der 55-jährige Wirtschaftspublizist vor allem auf netzökonomische Fragen. „Ich möchte eine volkswirtschaftliche Perspektive auf die Digitalisierung werfen.“ Traditionelle Betriebs- und Volkswirtschaftslehre hätten das Netz nicht auf dem Schirm, ergänzt der studierte Volkswirt. „Es gibt keine ökonomische Theorie des Internets.“

So bloggt Sohn etwa über die Veränderungen, die das Internet und die Digitalisierung für Unternehmen, deren Management und die Arbeitsläufe mit sich bringen. Auch gehört er zu den Organisatoren der Konferenz „Next Economy Open“, die im Dezember wieder in Bonn stattfinden soll und klassische Unternehmen und digital Arbeitende zusammenbringen will. Wirtschaft und Netzszene seien in Deutschland in einem Zustand des gegenseitigen Nichtverstehens, findet Sohn.

Mit dem Bloggen hat er 2007 begonnen. Pro Jahr schreibt er zwischen 300 und 700 Beiträge – nicht nur Netzökonomisches, sondern auch „persönliche Einsprengsel“ etwa aus dem kulturellen Bereich. Beim Bloggen reize ihn vor allem das Experimentieren mit neuen Formaten und technischen Möglichkeiten. Die Liebe dazu sei in ihm bereits früh entfacht worden, berichtet der gebürtige Berliner. Sein Mathelehrer habe sich bereits in den 1970er Jahren für Informatik interessiert und ihn damit angesteckt. Laut Sohn ist ein Blog erfolgreich, wenn verschiedene Faktoren zusammenkommen. Die Persönlichkeit des Bloggers sei ebenso wichtig wie der Umgang mit Kommentaren. Die Bonner Szene sei gut aufgestellt, aber schlecht vernetzt, so Sohn. Es bräuchte eine „coole Location“, um sich regelmäßig zu treffen und auszutauschen, meint er: „Vielleicht eine alte Fabrik.“

Info: http://ichsagmal.com