Bundesumweltministerium baut im UN-Campus

Grundstein für Internationalen Kindergarten gelegt

Endlich geht es los: Der Grundstein für die Internationale Kita ist schon einmal gelegt.

BONN. Was lange währt, wird endlich gut: Nach rund zehnjähriger Diskussion in Politik und Verwaltung um eine Internationale Kindertagesstätte in der UN-Stadt Bonn ist es nun soweit: Die Bauarbeiten für die größte Kita Bonns haben begonnen. Unter den Augen von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und hochrangigen Vertretern des Bundes wurde jetzt der Grundstein für den Neubau auf dem UN-Campus an der Heussallee gelegt.

110 Kinder im Alter von vier Monaten bis etwa sechs Jahren, aufgeteilt in acht Gruppen, sollen einmal in dem neuen Haus Platz finden. Geplant ist zudem eine integrative Kindertagesstätte, in der also auch Jungen und Mädchen mit Behinderungen betreut werden können. 56 Plätze der Einrichtung sind für den Nachwuchs von Mitarbeitern der Vereinten Nationen reserviert.

Die weiteren Plätze teilen sich die Beschäftigten anderer Einrichtungen am Standort mit überwiegend internationalem Bezug. Alle Kinder sollen deshalb auch bilingual, sprich in englischer und deutscher Sprache betreut werden.

Träger der Einrichtung ist die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Die Kita wird unter der Federführung des Bundesumweltministeriums auf dem Areal, auf dem einst die Bundestagsverwaltung in einem Gebäude untergebracht war, ausschließlich mit Bundesmitteln gebaut und eingerichtet. An einer Stelle, wo zu Bundeshauptstadtzeiten schon einmal eine Kindertagesstätte errichtet werden sollte; die Pläne waren aber damals wieder verworfen worden.

Die Betriebskosten der Internationalen Kita sollen anteilig vom Träger und Land, von der Kita-Interessengemeinschaft, der laut Stadt verschiedene UN-Organisationen, die Deutsche Post AG und die Deutsche Welle angehören, sowie aus Elternbeiträgen bestritten werden. Die Stadt Bonn ist finanziell nicht an dem neuen Kindergarten beteiligt.

Entworfen hat das Gebäude das Architekturbüro Hirner & Riehl aus München. Besonderes Augenmerk legte es auf ökologische Belange: So wird das Gebäude überwiegend in Massivholzbauweise nach Passivhausstandard errichtet. Verwendet werden sollen natürliche Dämmstoffe, außerdem soll die Heizung mit Erdwärme betrieben werden. Die Fertigstellung ist für März 2013 geplant.