Protest-Aktion in Bonn

Greenpeace-Aktivisten kapern Frachter auf dem Rhein

Bonn. Greenpeace-Aktivisten haben auf dem Rhein einen Kohlefrachter gekapert und mit einem riesigen Banner versehen. Sie protestieren mit der Aktion für den Kohleausstieg.

14 Greenpeace-Aktivisten sind auf dem Rhein in Bonn von Schlauchbooten auf einen fahrenden Kohlefrachter geklettert. Dort haben sie ein riesiges Banner mit der Aufschrift "Merkel's Dirty Secret: Coal" (Merkels schmutziges Geheimnis: Kohle) ausgerollt.

Zunächst waren die Greenpeace-Aktivisten mit Schlauchbooten auf dem Rhein an der Kennedybrücke unterwegs, außerdem kam ihr Schiff "Beluga II" zum Einsatz, mit einem großen Banner mit einem Portrait von Kanzlerin Angela Merkels und dem Schriftzug "Handeln statt Heucheln" versehen.

Der von Greenpeace-Aktivisten gestürmte Frachter hat auch das Konferenzgelände passiert, wo aktuell die Staats- und Regierungschef auf der Weltklimakonferenz Cop23 zusammenkommen. Laut Greenpeace handelt es sich bei dem Schiff um einen Kohlefrachter, der deutsche Kraftwerke mit mehreren Tausend Tonnen importierter Steinkohle beliefert.

"Deutschlands steigender CO2-Ausstoß lässt Frau Merkels Klimaschutzversprechen zu heißer Luft verkommen", begründete Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid die Aktion. Die Polizei beobachtete die Aktion zunächst nur von einem Schiff auf dem Rhein aus und aus der Luft mit einem Hubschrauber.