Versammlung des Kreisverbandes

Grüne beerdigen das Festspielhaus

Über den Standort des Festspielhauses in der Rheinaue herrscht wohl Einigkeit. Allerdings soll der Konzertsaal nicht am Wasser, sondern im Blindengarten an der Kelly-Allee entstehen. Fotocollage: GA

Bonn. Auch wenn der Bonner Stadtrat sich in seiner jüngsten Sitzung mit Mehrheit noch einmal ausdrücklich für die Pläne eines Festspielhauses in der Rheinaue ausgesprochen hat: Für die Bonner Grünen ist das Projekt aus ihrer Sicht endgültig gescheitert. Das machten rund 50 Mitglieder des Kreisverbands auf einer Versammlung am Dienstagabend im „Anno Tubac“ deutlich.

Einvernehmlich verabschiedeten sie eine Resolution unter dem Titel „ Mut zur Verantwortung“, in der sie feststellen, dass die im Ratsbeschluss vom 24. November 2011 beschlossenen Voraussetzungen für den Bau eines Festspielhauses nicht erfüllt werden konnten. „ Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, finanzpolitische Verantwortung zu übernehmen“, sagten die Kreisverbands-Sprecher Julia Mayer und Martin Heyer, „und nicht mehr unrealistischen Wunschträumen nachzuhängen“.

Heyer räumte ein, dass man eigentlich schon beim Ratsbeschluss im November 2011 habe absehen können, dass das Festspielhaus kaum zu finanzieren sei. So sehr es der Grünen-Kreisverband begrüßt hätte, dass ein durch Sponsoren und bürgerschaftliches Engagement getragener Neubau realisierbar ist, so sei jetzt der Zeitpunkt gekommen, einen Schlussstrich zu ziehen. Auf Zustimmung stieß bei allen, dass die Stadt jetzt die Sanierung der Beethovenhalle als Multifunktionshalle weiter forcieren soll.

Der Kreisverband forderte Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und den Stadtrat auf, „ihre Energie künftig darauf zu konzentrieren, Sponsoren und Träger des bürgerschaftlichen Engagements für die Ertüchtigung der Beethovenhalle zu gewinnen“.