Verkehrssicherheit war bedroht

Geschützte Taxushecke in Kessenich radikal eingekürzt

Nur mit einer Hubbühne lassen sich die Wipfel der Taxushecke inzwischen erreichen.

Nur mit einer Hubbühne lassen sich die Wipfel der Taxushecke inzwischen erreichen.

Kessenich. Der Naturschutzbeirat hatte den Grünschnitt der Taxushecke an der Nikolausstraße in Kessenich genehmigt. Bei der Hecke handelt es sich um ein Naturdenkmal.

Deutlich mehr Licht und Luft haben jetzt die Anwohner der Nikolausstraße, nachdem in dieser Woche eine riesige Taxushecke beschnitten wurde, die auf der Natursteinwand am früheren „Klösterchen“ steht. Die Hecke ist ein eingetragenes Naturdenkmal und prägend für diese Straße, hatte aber eine veritable Größe erreicht, die zu einem Problem für die Verkehrssicherheit erwuchs.

Die ehemalige Geburtsstation des damaligen St. Franziskushospitals, in der viele Kessenicher zur Welt kamen, beherbergt seit langem die Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des St. Marien-Hospitals mit 40 Patientenbetten. Wie die Stadt mitteilte, waren an der Hecke seit Jahrzehnten keine Pflegeschnitte durchgeführt worden, so dass sich die Hecke zu einer höheren Baumreihe entwickeln konnte. Deshalb hatte der Eigentümer beantragt, aus statischen Gründen das Grün wieder auf eine Hecke einzukürzen, um die Verkehrssicherheit wieder herzustellen.

Der Naturschutzbeirat hatte der Maßnahme im Vorfeld einstimmig zugestimmt und eine Befreiung erteilt, sofern ein Fachunternehmen die Arbeiten durchführt und keine Nester oder Höhlen vorgefunden werden.