First Lego League Wettbewerb

Generalprobe der Nachwuchstüftler im Deutschen Museum

Mit Spannung verfolgen die Zuschauer, wie die kleinen Roboter über das Spielfeld ruckeln.

Mit Spannung verfolgen die Zuschauer, wie die kleinen Roboter über das Spielfeld ruckeln.

Bonn. Dutzende Zuschauer sehen zu, wie sich die Teilnehmer für den bevorstehenden Regionalwettbewerb am 3. Dezember fit machen.

"Es hat funktioniert“, freut sich Moritz aus der 7. Klasse des Are-Gymnasiums in Ahrweiler, als der Roboter seines Teams „RobotAre“ erfolgreich an eine Wolke aus Legosteinen andockt und damit „Regen“ in Form von kleinen blauen Zylindern auslöst. „Wenn das so klappt wie gerade, sind wir Platz 1.“ Am Sonntagnachmittag bei der Generalprobe für den bevorstehenden Regionalwettbewerb der First Lego League in Königswinter füllte sich die gesamte Treppe zur unteren Etage des Deutschen Museums mit Besuchern, die beobachteten, wie die vollautomatischen Roboter über das Spielfeld ruckelten.

Um das Feld herum standen mit wachsamem Blick die jungen Entwickler. Seit den Sommerferien haben Moritz und seine Schulkameraden den Roboter in der AG von Informatiklehrer Kevin Wassong selbst gebaut und programmiert. Bei der Generalprobe traten sie nun gegen vier andere Schülerteams an, bevor es am 3. Dezember beim Regionalwettbewerb in Königswinter Ernst wird. Beim sogenannten „Robot-Game“ müssen die Roboter dieses Jahr unterschiedliche Missionen rund um das Thema „Wasser“ absolvieren, zum Beispiel einen Brunnen zum Laufen bringen, ein Feuer löschen oder einfach eine Klospülung bedienen.

Wer in zweieinhalb Minuten die meisten Punkte erreicht, gewinnt. „Die Generalprobe ist wichtig, weil die Schüler hier sehen, dass bei den anderen Teams auch noch nicht alles klappt“, sagte Wassong. Auch das RobotAre-Team von Moritz muss in der Pause vorm Halbfinale nochmal ran und Fehler beheben. Hendrik und seine Freunde vom Team „Roboboys“ kleben ihren Roboter gerade noch schnell mit Panzertape, damit die Batterien nicht mehr rausfallen. Die „Roboboys“ von der CJD Christophorusschule Königswinter haben es knapp ins Halbfinale der Generalprobe geschafft. „Es geht natürlich ums Können, aber auch um Glück“, sagte der 10-jährige Hendrik. „Zum Beispiel, als der Akku des gegnerischen Teams plötzlich leer war“, sagte Teammitglied Simon, der wie Hendrik in die 5. Klasse geht.

Für den Regionalwettbewerb am 1. Advent in der Christophorusschule haben sich 20 Teams angemeldet. Hier müssen sie neben dem „Robot-Game“ eine Forschungsaufgabe lösen. Und ihr Roboter wird nochmal extra bewertet. „So geht man sicher, dass die Schüler ihn selber gebaut haben“, sagte Wassong. Die Gewinner dürfen mit ihrem Roboter zu nationalen und internationalen Meist

Was die First Lego League besonders macht, erklärte Lehrer Winfried Schmitz: „Die Dauer des Wettbewerbs ist anders als bei Jugend forscht mit einem halben Jahr überschaubar.“ Seit 2006 veranstaltet seine Schule, die CJD Christophorusschule, den Wettbewerb. Neben der Faszination „Roboter“ ist laut Schmitz der Realitätscheck wichtig: „Der Roboter sagt den Kindern, ob ihre Ideen in der Realität funktionieren oder nicht.“