Neues Wasserlandbad

Gegner üben scharfe Kritik an Informationstag zum Wasserland

Bonn. Herbe Kritik an der Abschlussveranstaltung „Bürgerbeteiligung für ein neues Familien-, Schul- und Sportschwimmbad im Wasserland“ der SWB an diesem Samstag ab 10.30 Uhr auf dem Friedensplatz haben die Initiatoren des Bürgerentscheids „Zentralbad stoppen“ geübt.

Die Wasserland-Gegner fordern, dass die SWB ihre Veranstaltung auf einen Termin nach dem Bürgerentscheid verlegen sollen. Das Ergebnis des Bürgerentscheids soll am 4. August auf dem Tisch liegen. „Unmittelbar vor Beginn der heißen Phase des Bürgerentscheids 'Zentralbad stoppen' sehen die Bonner Bäderinitiativen ein durchschaubares Kalkül“, heißt es in einer Presseerklärung der Initiativen. Es werde offensichtlich seitens des OB, der Ratskoalition, des Stadtsportbunds und den SWB der Versuch unternommen, mit einer konzertierten Aktion kurz vor dem Start des Bürgerentscheids Stimmung für das neue Schwimmbad zu machen, dessen Kosten die Stadt bisher mit rund 60 Millionen Euro beziffert hat.

„Bürgerbeteiligungsverfahren, die Offenheit, Transparenz und Vertrauen brauchen, werden hier für eigene, politische Zwecke instrumentalisiert“, kritisierte Elisabeth Schliebitz vom Verein „Recht auf Schwimmen“. Axel Bergfeld von den Initiatoren des Bürgerentscheids wirft den SWB vor, Marketingmaßnahmen als „intensive Bürgerbeteiligung“ zu „verkaufen“. Das sei Etikettenschwindel. Denn es müsse zunächst der Ausgang des Bürgerentscheids abgewartet werden.

SWB-Sprecher Werner Schui wies die Kritik zurück und erinnerte daran, die Abschlussveranstaltung gehöre zum Gesamtkonzept der Bürgerbeteiligung für das Wasserlandbad, das im Juni 2016 im Bürgerausschuss beschlossen worden sei. Auch die Abschlusspräsentation sei 2016 terminiert worden. „Im Interesse der vielen engagierten Bürger, die seit Herbst 2016 an Konzeption und Plänen für das Bad mitwirken, verwahren wir uns vor Vorwürfen und Falschinformationen“, so Schui.