Fahrt und Frühstück

GA-Leser genießen die Aussicht vom Skyliner in Bonn

Bonn. 20 Leser des General-Anzeigers haben bei einer Verlosung eine einstündige Frühstücksfahrt im höchsten transportablen Aussichtsturm der Welt gewonnen - dem Skyliner, der aktuell auf dem Bonner Weihnachtsmarkt steht.

„Das war ein toller Auftakt in das dritte Adventwochenende, vielleicht sogar eine kleine vorgezogene Weihnachtsbescherung“, freute sich am Samstagmorgen Ute Hemmati. Sie zählte mit ihrem Partner Ludwig Simons und weiteren 18 GA-Lesern zu den Gewinnern der Frühstücksfahrt mit dem City-Skyliner auf dem Bonner Weihnachtsmarkt, die der GA verlost hatte. 806 Leser hatten sich für die 20 Teilnehmerplätze beworben.

Bei einer Außentemperatur von nur einem Grad Celsius und einem morgendlichen frischen Wind ging auf dem Remigiusplatz in das gläserne Rondell des City-Skyliners. Ganz behutsam hob das Fahrgeschäft ab und brachte die „Reisegruppe“ auf eine Höhe von 72 Metern. „Dieser Ausblick ist fantastisch. Wir erleben eine Situation über den Dächern von Bonn“, schwärmte Udo Böhm.

Skyliner-Eigentümer Thomas Schneider, Schausteller aus Soest, berichtete seinen Gästen vor der Abfahrt vom spannenden Aufbau seines Fahrgeschäfts im November. „Das war Maßarbeit. Alleine schon die Anreise zum Remigiusplatz erfolgte mit Polizeibegleitung“, sagte der Jahrmarktsexperte, der von seiner Heimatstadt und dem Auf- und Abbau der dortigen Allerheiligenkirmes viel gewöhnt ist. Bonn sei ein guter Standort für sein Geschäft, meinte Schneider. „Die Atmosphäre auf dem Weihnachtsmarkt ist adventlich, das Konzept stimmig. Und in den vergangen Tagen spielt auch das Wetter wieder mit.“

Mit dem City-Skyliner, den die Stadt Bonn zum 50. Geburtstag des Weihnachtsmarkts gebucht hat, können Bonner und Besucher noch bis einschließlich nächsten Sonntag fahren. Die Fahrt kostet pro Person acht Euro. 60 Personen passen gleichzeitig in das gläserne Rondell.

Der insgesamt 81 Meter hohen Stahlkolosses wird mit einem 300 Tonnen schweren Krans zwischen dem 27. und 29. Dezember abgebaut. Im Winterlager in Soest angekommen, wird das Fahrgeschäft für den Frühling wieder fit gemacht. Ab 22. März wird er sich auf dem „Hamburger Dom“ drehen.

„Mitten in der Innenstadt in dieser Höhe zu sein und die Ecken und kleinen Gassen seiner Heimatstadt von oben zu sehen, ist schon ein ganz besonderes Erlebnis“, erklärte Wolfgang Kamradt. Mit Interesse blieben die Augen der GA-Leser an einer Dachaufschrift hängen: „Viktoria bleibt Viertel“ stand in großen weißen Lettern auf dem Dach des ehemaligen Viktoriabads zu lesen. „Ein deutlicher Protest, der sich gegen den umstrittenen Abriss des Viktoria-Karrees richtet“, meinte ein Leser.

„Dort sehe ich unser Wohnhaus in Endenich und unsere Hochzeitskirche Sankt Sebastian in Poppelsdorf“, sagte Jelena Kreischer, die mit ihrem Ehemann Tim an der Tour teilnahm. Nachdem sich der morgendliche Dunst etwas gelichtet hatte, tauchte auch der Kölner Dom am winterlich trüben Horizont auf. Zum Abschluss der einstündigen Frühstücksfahrt mit frischen Brötchen und heißem Kaffee drehte sich die Glaskuppel langsam um 360 Grad und fuhr wieder zur Talstation zurück. Gut gelaunt ging es dann zum Bummel über den Weihnachtsmarkt.