Fotoausstellung im Haus der Bildung

GA-Fotograf präsentiert Ausstellung "R(h)einperspektiven"

Rasant und farbenfroh: Anlässlich von "Rhein in Flammen" entstand dieses Foto in der Rheinaue.

Rasant und farbenfroh: Anlässlich von "Rhein in Flammen" entstand dieses Foto in der Rheinaue.

Bonn. Der GA-Fotograf Volker Lannert präsentiert seine Fotos der Stadt Bonn in einer Ausstellung im Haus der Bildung in Bonn. Unter dem Titel "Rheinperspektiven" sind dabei besondere Eindrücke von der Bonner Stadt und dem Rhein zu sehen.

"Eine Stadt ohne Fluss ist keine Stadt", sagt der Bonner Fotograf Volker Lannert. Am Bonner Rheinufer kann er wunderbar entspannen und nachdenken. Der Rhein hat für ihn aber nicht nur Freizeitcharakter, sondern auch eine künstlerische Funktion, die ihn immer wieder aufs Neue inspiriert. "Das Wasser des Rheins ist ein wichtiges Element, das sich jeden Tag ändert, es fließt jeden Tag anders", sagt Lannert. In der Ausstellung "R(h)einperspektiven", die gestern im Haus der Bildung von der Volkshochschule und vom Stadtarchiv eröffnet wurde, zieht sich der große Fluss als verbindendes Element durch zahlreiche der insgesamt rund 60 Fotografien, die Lannert hier zeigt.

Eins davon zeigt die an einem Sommerabend vom Ufer nahe der Rheinaue aufgenommene Kennedybrücke, in Szene gesetzt durch beeindruckende Himmelsfarben. Für dieses Motiv musste Lannert mehrmals auf den Auslöser drücken: "Hier habe ich sechs bis sieben Bilder teils übereinandergelegt", erklärt der Profifotograf, der sich oft auf die Suche nach ungewöhnlichen Perspektiven begibt und für diese schon mal im Bonner Hafen auf einen großen Kran klettert.

"Ich habe hohe Perspektiven gern", sagt Lannert, der gelegentlich auch mit Drohnen arbeitet, um das perfekte Motiv einzufangen. Lannerts "R(h)einperspektiven" ergänzen die zweite Staffel der "Bonner Geschichten", einer von der VHS, der Bürgerstiftung Bonn und vom Stadtmuseum ins Leben gerufenen Reihe, deren Ziel es ist, das visuelle Gedächtnis der Stadt sichtbar zu machen. "Bei dieser Aufgabe unterstützt uns Volker Lannert wie ein Chronist", sagt VHS-Direktorin Ingrid Schöll.

Bis zum 4. Mai sind die Bilder im Bonner Haus der Bildung zu sehen. Das Bild zeigt eine Erdogan-kritsche Wandmalerei in der Altstadt.

Bis zum 4. Mai sind die Bilder im Bonner Haus der Bildung zu sehen. Das Bild zeigt eine Erdogan-kritsche Wandmalerei in der Altstadt.

Die VHS stellt in ihren "Bonner Geschichten" jedes Jahr neue Themen aus der Bonner Stadtgeschichte vor. Nachdem in der ersten Staffel unter anderem die Themen Vulkanismus und Weinberge im Mittelpunkt standen, startete im vergangenen Jahr die zweite Staffel der "Bonner Geschichten" mit neuen Themen zur Stadtgeschichte, bei denen unter anderem der Rhein im Fokus steht. Wer durch die Ausstellung mit Lannerts Fotografien streift, entdeckt neben den ungewöhnlichen "Bonn-Perspektiven" auch weitere faszinierende Bildreportagen wie zum Beispiel eine Reihe zum Bau des Heizkraftwerks oder eine Bilddokumentation zum Tonstudio der Internationalen Film-Union.

Die Ausstellung "R(h)einperspektiven" ist bis zum 4. Mai bei freiem Eintritt im Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr zu sehen.