Kommentar zum Bonner Westwerk

Frischer Wind

So soll eine Halle im WestWerk aussehen.

So soll eine Halle im WestWerk aussehen.

Bonn. Bonn tun sich riesige Chancen auf. Und das sogenannten NEWest ist nur eine davon. Das Besondere an der Entwicklung an der Immenburgstraße ist, dass es eine private Initiative ist, die ihre Ideen auf der Basis von Planungschancen entwickelt, die die Stadt ihnen eröffnet hat.

Dass sich nun Investoren und Planungsteams zusammentun, um einem vernachlässigten Viertel mehr Leben einzuhauchen, ist einfach prima. In einem Ausschuss hieß es kürzlich, die Initiative habe sich auch Gedanken über die Verlegung des Straßenstrichs gemacht. Die sollen demnächst vorgestellt werden.

Nun gilt es, diese Entwicklung weiterzudenken und zu fördern. Grundideen liegen bereits vor. Berliner Landschaftsarchitekten haben Pläne entworfen, wie die Immenburgstraße zur Allee werden und eine Verbindung zum Campus Endenich über die Autobahn hinweg bilden könnte.

Über eine attraktiver gestaltete Gerhard-Domagk-Straße könnte eine Achse zum ehemaligen Arkema-Gelände, das sich nun West.Side nennt, geschaffen werden. Auch dort sind es private Investoren, die ein zukunftsfähiges Konzept vorgelegt haben, wie sich Wohnen, Arbeiten und Kulturstätten in einer ungewöhnlichen Umgebung gegenseitig befruchten können.

Die Nachricht für die positiv erteilte Bauvoranfrage für das Veranstaltungszentrum, das bislang in den Gremien immer als „Poptempel“ diskutiert wurde, kommt gerade recht. Erst am Wochenende haben sich 250 Bürger Gedanken über die Zukunft Bonns gemacht und unter anderem solch ein Angebot gefordert. Das müsste auf Bonn doch wie eine frische Windbrise in den schlaffen Segeln wirken.