Rocco Klein

Früherer Gitarrist von Klaus Lage gestorben

BONN. Die Bonner Musikszene trauert um Rolf "Rocco" Klein. Der bekannte Rockgitarrist, der mit der Klaus Lage Band in den 1980er Jahren so manche Goldene Schallplatte erhielt, starb am Freitag nach schwerer Krankheit.

Das bestätigte am Sonntag ein enger Freund des Musikers, der im Februar 64 Jahre alt geworden wäre. Ob klassischen Blues, Psychedelic Rock, Jazz versetzten Rock - Rocco Klein beherrschte alle Ausdrucksformen und beeindruckte mit sauberem Fingerpicking ebenso wie mit wilden Saitenausbrüchen. Die Bandbreite reichte von der Jazzrock-Band Mac Group über Klaus Lage bis zu Birth Control.

"Rocco war extrem wichtig für die Bonner Musikszene und ein Vorbild für ganz viele Nachwuchsgitarristen", so Dieter Roesberg, Chefredakteur des Musikmagazins Gitarre & Bass und früherer Gitarrist der einstigen Kultband Satin Whale.

"Rocco gehörte zu den vielseitigsten Gitarristen in Deutschland", würdigte Falk Burhenne, der die Band Roccoco produzierte, in der unter anderem der Bonner Anwalt Claus Recktenwald und die spätere Rainbirds-Frontfrau Katharina Franck spielten.

"Rocco war ungemein virtuos, sicherlich der erste in der Bonner Musikszene, der diese fließenden Linien in sein Spiel einbaute und die Latte für alle anderen Musiker ziemlich hoch hängte", so Volkmar Kramarz, Lehrbeauftragter in der Abteilung für Musikwissenschaft/Sound Studies der Uni Bonn.

"Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass er schon in den 1960er Jahren im Underground immer wieder auf die Bühne gerufen wurde, wenn es darum ging, mit anderen Musikern zu jammen." Vielen wird Klein auch aus der Jazz Galerie bekannt sein, wo er regelmäßiger Gast auf der Bühne war.

Die Trauerfeier für Rocco Klein findet am Donnerstag, 15. Januar, um 15 Uhr in der Waldfriedhofskapelle in Bad Breisig statt.