Bildband „Bonn. Von der Rheinreise zu den Ostverträgen“

Fotografische Paukenschläge aus Bonn

Eine Mädchenschulklasse steht 1931 mit Stößel-Lauten am Beueler Rheinufer, im Hintergrund die alte Rheinbrücke.

Eine Mädchenschulklasse steht 1931 mit Stößel-Lauten am Beueler Rheinufer, im Hintergrund die alte Rheinbrücke.

Bonn. Der Bildband „Bonn. Von der Rheinreise zu den Ostverträgen“ erblickt am kommenden Donnerstag offiziell das Licht der Bonner Öffentlichkeit. Leser des General-Anzeigers, der das Buch mit herausgegeben hat, können ab 19 Uhr bei der offiziellen Präsentation im Haus der Bildung dabei sein.

Die Prognose, dass das mächtige Werk in den nächsten Wochen auf manchem Wohnzimmertisch Platz finden wird, ist nicht sonderlich gewagt. Wer sich mit Bonn identifiziert, den wird es bei dieser Neuerscheinung jedenfalls mächtig in den Fingern jucken.

Auf fast 300 Seiten vereint das Bilderwerk rund 400 historische Aufnahmen aus Bonn und seinen Stadtteilen, von denen viele zum Zeitpunkt der Aufnahme noch Vororte waren. Bonner Alltagsgeschichte mischt sich mit der „großen Politik“, Straßenszenen folgen auf Demonstrationen, historische Ansichten auf „bönnsche“ Gesichter. Das Ergebnis ist ein fotografisches Kaleidoskop aus Beethovenstadt, Universitätsstadt, Bundeshauptstadt und Wohnort.

Im Textteil des aufwändig und großformatig gestalteten Bandes erfährt der Leser vieles über die Geschichte „hinter“ den Bildern. Die ältesten Aufnahmen stammen aus den Anfängen der Fotografie, die jüngsten aus der Zeit der sozialliberalen Koalition. Vertreten sind alle Größen der Fotografie, die in Bonn Spuren hinterließen: Käthe Augenstein, Paulus Belling, Chargesheimer, Theodor Creifelds, Josef Heinrich Darchinger, Francis Frith, Ruth Hallensleben, Robert Lebeck, Charles Marville, Lee Miller, August Sander, die Familie Schafgans, Anselm Schmitz und viele mehr.