Vorstellung im Museum Koenig in Bonn

Fledermaus ist neues Motiv der Jugend-Briefmarke

Bonn. Die Bonner Stiftung Deutsche Jugendmarke stellt neue Sonderbriefmarken im Museum Koenig vor. Der Erlös geht an die Jugendarbeit.

Welch passenderen Ort hätte es geben können, um zu verdeutlichen, dass Naturschutz und Jugendarbeit eng miteinander verbunden sein können? Am Dienstagnachmittag hat die Stiftung Deutsche Jugendmarke im Museum Koenig ihre neuen Sondermarken unter dem Titel „Für die Jugend“ vorgestellt. Deren prägendes Motiv für dieses Jahr: drei Fledermausarten, die vom Aussterben bedroht sind. Seit 54 Jahren setzt sich der Bonner Verein für die Förderung junger Generationen ein. Jährlich veröffentlicht er dafür eine Markenserie, deren Erlös unter anderem an gemeinnützige Organisationen geht.

„Es ist ein leichtes Spiel, mit Briefmarken etwas Gutes zu tun“, betonte Reinhard Limbach, Bürgermeister der Stadt Bonn, bei der Veranstaltung. Die 55 000 Kinder und Jugendlichen, die in Bonn leben, seien die Zukunft der Stadt. Diese müssten nach allen Möglichkeiten unterstützt werden: „Jedes Kind braucht die Chance, gerecht aufzuwachsen.“

Dass die diesjährige Präsentation der Jugendmarken im Museum Koenig stattfand, freute Museumsdirektor Wolfgang Wägele: „Wir brauchen wieder mehr junge Menschen, die sich für Natur begeistern.“ Gleichzeitig erklärte er, dass die Fledermaus vom Aussterben bedroht sei. Umso wichtiger erscheine es ihm, das fragile Tier mithilfe der Briefmarken, die ab dem 1. August erhältlich sind, verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Fledermäuse als Kulturbotschafter

„Briefmarken sind die kleinsten Kulturbotschafter unseres Landes“, äußerte mit Nachdruck auch Bettina Hagedorn, Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministers für Finanzen. Die Motive der diesjährigen Sonderserie sollen ihrer Meinung nach neugierig auf Naturschutz und Fledermäuse machen. „Denn wer von Ihnen hat zuvor schon mal von der Mopsfledermaus, dem Grauen Langohr oder der Kleinen Hufeisennase gehört?“, fragte Hagedorn mit einem Lachen in die Zuschauerreihen.

Vielleicht können die Briefmarken in Zukunft sogar dazu motivieren, wieder mehr handschriftliche Nachrichten zu verfassen. Dies wäre zumindest ein Wunsch von Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Digitale Liebesbriefe sind nur halb so schön“, äußerte sie mit einem Augenzwinkern.

Übrigens: Waren im vergangenen Jahr Pilzsorten auf den Jugendmarken abgebildet, so sollen diese im kommenden Jahr von historischen Feuerwehrautos geziert werden.