Einsatz gegen Tiersterben

Feuerwehr wälzt Wasser im Bonner Rheinauensee um

Die Feuerwehr hat mobile Pumpen am See aufgestellt.

Die Feuerwehr hat mobile Pumpen am See aufgestellt.

Bonn. Einsatzkräfte der Feuerwehr haben am Wochenende mit mobilen Pumpen das Wasser des Rheinauensees umgewälzt, um den Sauerstoffgehalt zu erhöhen. Das soll dem Tiersterben entgegenwirken.

Mit zusätzlichen Pumpen versucht die Stadt nun, dem Tiersterben im Rheinauensee entgegenzuwirken. Einsatzkräfte der Feuerwehr haben am Samstag mit mobilen Pumpen das Wasser des Sees umgewälzt, um den Sauerstoffgehalt zu erhöhen und die Ausbildung des Giftstoffs Botulin zu verhindern, wie die Stadt am Sonntag mitteilte. Insgesamt 20 Feuerwehrmänner aus Lengsdorf, Oberkassel und Beuel waren bis in die Abendstunden vor Ort.

Gegen Mittag installierten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Lengsdorf eine Pumpe in der Nähe der Vogelinsel. In diesem Bereich waren die meisten Kadaver entdeckt worden. Aufgrund eines technischen Defekts mussten die Einsatzkräfte allerdings weitere Pumpen aus Beuel und Oberkassel anfordern. Ein Gerät wurde vom Katastrophenschutztag auf dem Münsterplatz abgezogen.

Mehr als 400 tote Tiere

Gleichzeitig sammelten sechs Mitarbeiter des Amtes für Stadtgrün erneut verendete Fische und Wasservögel aus der Rheinaue ein. Die Mitarbeiter hatten sich freiwillig für die Aktion gemeldet. Auch der Tiernotruf Düsseldorf und die Tierrettung Unterland aus Heilbronn waren am Samstag in der Rheinaue, um vor allem verletzte Tiere zu bergen. 20 Wildvögel wurden in Auffangstation gebracht. Am Wochenende wurden erneut zwölf tote Fische und 21 verendete Wasservögel gefunden. Seit Mittwoch sind somit fast 400 Tiere in der Rheinaue verendet.

"Das Amt für Stadtgrün hat auf Vermittlung der Feuerwehr Kontakt mit dem Technischen Hilfswerk aufgenommen, um zu klären, ob die Freiwilligen in der kommenden Woche mit ihren Pumpen aushelfen können, da steigende Temperaturen und hohe Sonneneinstrahlung den Anteil des Sauerstoffs im Wasser minimieren", so die Stadt. Immer wieder mussten die Einsatzkräfte Passanten davon abhalten, die Tiere im Rheinauensee zu füttern. Brot und Lebensmittel, die ins Wasser geworfen werden, begünstigen die chemischen Reaktionen.