Familienspielefest in Bonn

Ferienangebote in der Rheinaue vorgestellt

Bonn. Wer noch eine Idee für die Sommerferien sucht, konnte sich am Wochenende in der Rheinaue informieren. Mehr als 50 Anbieter präsentierten ihr Programm beim Familienspielefest in der Rheinaue.

„Eine Woche früher, dann hätten wir das Familienspielefest wegen der großen Hitze wohl absagen müssen“, sagte Susanne Mayer, die Leiterin des Bonner Familienbüros. Um knapp 20 Grad unterschieden sich die Temperaturen an den letzten beiden Wochenenden, so dass sich am Sonntag die Rheinauen-Besucher beim vormittäglichen Start des Spielefests über zunächst sonnig kühle 18 Grad freuen konnten. Eine ideale Temperatur für die meist kleinen Kinder, um die vielfältigen Bewegungsangebote von Rodeoreiten und Hüpfburgen über Rutschen und Kletterturm, Menschenkicker, Riesentrampolin, Fuß- und Basketball bis hin zu Aqua-Zorbs, den riesigen aufblasbaren Bällen, in denen man über das Wasser laufen konnte, ausprobieren zu können.

Über 50 Anbieter sorgten mit einem kunterbunten Programm auf der Blumenwiese der Rheinaue für Sport, Spiel und Spaß für die ganze Familie. Das Motto des Jugendamtsleiters Udo Stein, an diesem Tag vor allem „den Kindern Freude schenken“ zu wollen, wurde von den vielen Bonner Kinder- und Jugendeinrichtungen aufs Beste unterstützt. Hinzu kamen Info- und Aktionsstände von Museen und Vereinen, internationalen Begegnungsstätten und Kultureinrichtungen, der Jugendfeuerwehr und der Johanniter Unfallhilfe, von Sportvereinen wie den Telekom Baskets und dem Kinder- und Jugendclub des 1.FC Köln, der sich mit einem viel umarmtem Plüsch-Hennes, mit Fußball-Darts und Torwandschießen genauso beteiligte wir das Bonner Junge Theater mit Workshops oder der Förderverein deutsch-arabischer Lernwelten mit einer Einführung in die Kunst der Kalligraphie.

Viel Programm in den Ferien

Neben der reichlich angebotenen Unterhaltung konnten sich Eltern auch über konkrete Betreuungsangebote für ihre sechs bis 18-jährigen Kinder und Jugendlichen informieren, um sie in der sechswöchigen schulfreien Zeit gut versorgt zu wissen. „Wir haben vielfältige Angebote in den vierzehn städtischen Einrichtungen der öffentlichen Jugendarbeit, in Spielhäusern und Jugendzentren“, erklärte Peter Bröxkes als Leiter der Bonner Jugendförderung. Von der Stadtranderholung zu der man sich anmelden muss und damit eine verbindliche Betreuung garantiert, bis hin zu offenen Tagesangeboten, die auch spontan genutzt werden können. „Wir teilen uns die Ferien auf“, war eine oft gehörte Antwort auf die Frage, wie Eltern die freie Zeit mit ihren Kindern gestalten.

So wird beispielsweise der Engelsbachschüler Arwin (10) drei Wochen auf dem Abenteuerspielplatz „Brüser Dorf“ verbringen. Eine Woche davon zusammen mit Schulfreund Martin (9), der zudem drei Wochen mit den Eltern verreist. „Den Rest der Zeit“, so Mutter Inge Steinmetz, „werden wir zusammen Bonn erkunden.“ Sie hofft darauf, „dabei einmal die gewohnten Pfade zu verlassen“, um mit ihrem Sohn zusammen Grünflächen, Spielplätze oder auch besondere Architektur in Bonn zu entdecken. „Wir haben vor, dieses Jahr keinen Urlaub zu machen“, sagte dagegen Rudolf Orth aus Duisdorf. Dafür wurde eine neue Küche angeschafft. Die elf und 15 Jahre alten Töchter sind jedoch durch Trainingscamp im Sportverein oder den Besuch von bei Freunden in Ungarn „bestens unterhalten“, lacht der Vater.