Betrug am Telefon

Falsche Polizisten in Königswinter festgenommen

Ein Polizeibeamter mit einem Geschwindigkeitsmessgerät.

Ein Polizeibeamter mit einem Geschwindigkeitsmessgerät.

Bonn. Kriminalbeamte nahmen einen 19 und einen 20-jährigen Mann vor der Wohnanschrift einer 80 Jahre alten Dame fest. Mit dem Opfer hatten sie zuvor telefonisch eine Übergabe von Bargeld vereinbart.

Zwei Männer, die im Verdacht stehen, sich am Telefon als falsche Polizisten ausgegeben zu haben, hat die Polizei festgenommen. Sie sollen versucht haben, ältere Menschen im Raum Königswinter zu betrügen.  Wie die Bonner Polizei am Mittwoch mitteilte, warne man derzeit aus aktuellem Anlass vor Betrügern, die sich am Telefon als Polizeibeamte ausgeben und es vornehmlich auf ältere Mitbürger abgesehen haben. Auch am Dienstag hätten wieder Telefone von Senioren im Raum Königswinter geklingelt; durch den Einsatz einer speziellen Software erschienen dann im Telefondisplay der Angerufenen Telefonnummern der Polizei, unter anderem auch die Notrufnummer 110. Ziel der Betrüger sei es, so die Polizei, die Senioren dazu zu überreden, hohe Geldbeträge an die vermeintlichen „Polizisten“ zu übergeben. Meist würden den Opfern verschiedene Lügengeschichten erzählt, damit diese Wertsachen oder Geldbeträge den Betrügern für eine „amtliche Verwahrung“ übergeben.

Dabei behaupteten die Täter beispielsweise, dass selbst Bankmitarbeiter nicht vertrauenswürdig seien und im Visier der Polizei stünden. Hierdurch solle bei den Geschädigten der Eindruck vermittelt werden, dass ihr Vermögen auch auf dem Bankkonto nicht sicher ist. Oftmals werde dann die Hilfe von angeblichen Kriminalbeamten angeboten, die Wertgegenstände und Bargeld dann an einem vereinbarten Treffpunkt, beispielsweise der Wohnanschrift der Senioren, entgegennehmen.

Die Polizei habe diese Betrüger im Visier. Nach intensiven kriminalpolizeilichen Ermittlungen sei es nun gelungen, einen 19-Jährigen und einen 20-jährigen vor der Wohnanschrift einer 80-jährigen Geschädigten festzunehmen. Mit dem Opfer sei zuvor telefonisch eine Übergabe von Bargeld vereinbart worden. Die Männer seien ins Polizeipräsidium gebracht und dort vernommen und erkennungsdienstlich behandelt worden. Die Ermittlungen, auch gegen die Hintermänner der Tat, dauerten an.