Kleines Theater in Bad Godesberg

Ex-Intendant Weise steigt aus Theaterprojekt aus

Klaus Weise hat das Projekt „Kleines Theater“ nun für sich abgehakt.

Klaus Weise hat das Projekt „Kleines Theater“ nun für sich abgehakt.

Bonn/BAD GODESBERG. Klaus Weise und sein Bieterpartner Pitt Hoffmann haben ihr Angebot für den Betrieb des Kleinen Theaters in Bad Godesberg zurückgezogen. Grund sei die ausgebliebene Einigung mit der Stadt Bonn. Nun gibt es nur noch einen Bewerber.

Jetzt gibt es mit dem Theatermann Frank Oppermann nur noch einen Bewerber für das Kleine Theater: Nach der Bad Godesbergerin Eva Sewing haben am Montag auch der frühere Bonner Generalintendant Klaus Weise und sein Partner, der Bad Godesberger Immobilienexperte Pitt Hoffmann, ihr Angebot für die Fortführung des Theaterbetriebs am Kurpark in Bad Godesberg zurückgezogen.

In einer E-Mail von Weise und Hoffmann an den GA heißt es unter anderem: „Wir hatten gehofft, dass sich in Gesprächen mit der Stadt Bonn rechtzeitig eine Einigung über die Miet- und Erwerbsmodalitäten des Kleinen Theaters in Bad Godesberg erzielen ließe. Diese Einigung konnte leider nicht erzielt werden. Dies bedauern wir sehr.“ Sie seien überzeugt davon gewesen, dass sie mit ihrem Konzept, dem Spielplan und den Künstlern beim Publikum sehr gut angekommen wären. Weitere Details wollten sie am Montag nicht nennen, zeigten sich aber für ein Gespräch zu den Hintergründen ihrer Absage an die Stadt Bonn in den nächsten Tagen offen.

Bietergruppe bestand aus vier Partnern

Wie berichtet, hatte der Stadtrat in seiner Sitzung am 11. Februar beschlossen, die Bewerber Weise und Hoffmann sowie Oppermann noch einmal in einer gemeinsamen Sitzung des Kultur- und Wirtschaftsausschusses sowie der Bezirksvertretung Bad Godesberg anzuhören und dann über eine Vergabe zu entscheiden. Ein ursprünglicher Ratsbeschluss, das Theatergebäude an Weise, Hoffmann, Sewing und deren Partner Stephan Heinze für 410 000 Euro zu verkaufen, war hinfällig geworden, nachdem sich die Bietergruppe entzweit hatte.

Weise hatte daraufhin der Stadt angeboten, das Theater ab Sommer vom bisherigen Intendanten Walter Ullrich erst einmal für eine Spielzeit zu einer symbolischen Miete für einen Euro im Monat zu übernehmen, um es später möglicherweise zu erwerben.

Oppermann sagte dem GA, er halte sein Angebot nach wie vor aufrecht, das Theater von der Stadt pachten und dafür jährlich 16 400 Euro zahlen zu wollen sowie in die Instandhaltung der ehemaligen Bürgermeistervilla zu investieren.