Bonner Bauskandal

Ex-Bauchef des WCCB muss 200.000 Euro an Stadt zahlen

WCCB-Bau-Chef Young-Ho Hong (Mitte) im Januar 2011 vor dem Bonner Landgericht.

WCCB-Bau-Chef Young-Ho Hong (Mitte) im Januar 2011 vor dem Bonner Landgericht.

Bonn. Der Stadtrat stimmt dem Vorschlag des Gerichts zu einer Einigung zu. Ex-WCCB-Bauchef Young-Ho Hong muss 200.000 Euro an die Stadt zahlen.

Die Schadensersatzklage der Stadt Bonn gegen Ex-WCCB-Bauchef Young-Ho Hong ist vom Tisch. Wie der GA erfuhr, ist der Bonner Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung vor wenigen Tagen mehrheitlich der Empfehlung der Verwaltung gefolgt, dem Vergleichsvorschlag des Landgerichts zuzustimmen. Danach muss Hong der Stadt 200.000 Euro zahlen, die Angelegenheit ist damit erledigt.

Hong war im Februar im WCCB-Strafverfahren III letztlich nur noch wegen eines Tatbestands, wegen Untreue im besonders schweren Fall, zu 21 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Dazu soll er eine Geldauflage von rund 50.000 Euro zahlen. Angeklagt war er ursprünglich wegen 17 Tatvorwürfen, von denen am Ende nur einer übrigblieb: Hong hatte 2007 eine Rechnung über 2,041 Millionen Euro beim SGB eingereicht, um eine Auszahlung dieses Betrags an seine eigene Baufirma zu erwirken.

Doch dieser Rechnung lag, so das Gericht, keine Gegenleistung zugrunde. Wie berichtet, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig, Hong hat Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Vor dem Hintergrund des Strafurteils sehe das Gericht bei der Schadensersatzklage gegen Hong, so die Verwaltung in der Begründung der nichtöffentlichen Vorlage, nur geringe Erfolgsaussichten.#