Verabschiedung in Wilhelmshaven

Erster Nato-Einsatz für Marineschiff Bonn

Der Einsatzgruppenversorger Bonn ist eins der drei größten Schiffe der deutschen Marine. FOTO: FREUNDESKREIS EGV BONN

Der Einsatzgruppenversorger Bonn ist eins der drei größten Schiffe der deutschen Marine.

Wilhelmshaven/Bonn. An diesem Samstag um 10 Uhr läuft der Einsatzgruppenversorger (EGV) Bonn von seinem Heimathafen in Wilhelmshaven zu seinem ersten Einsatz im Nato-Verband ins Mittelmeer aus.

"Unter dem Kommando von Flottillenadmiral Jörg Klein werden die Männer und Frauen des EGV Bonn in der bevorstehenden Seefahrt an mehreren internationalen Manövern teilnehmen", teilte die Marine mit. 220 Männern und Frauen sind an Bord.

Der Einsatz solle knapp sechs Monate dauern, berichtet der Freundeskreis Einsatzgruppenversorger Bonn, der Kontakt zu dem nach der Bundesstadt benannten Partnerschiff hält. Der Vorsitzende des bereits 2010 gegründeten Freundeskreis EGV Bonn, Bodo Buhse, ist nach Wilhelmshaven gefahren, um dort neben den besten Wünschen der Stadt, des Oberbürgermeisters und aller Freundeskreismitglieder auch einige Abschiedspräsente zu übergeben. So hatte Buhse neben Haribo-Fruchtgummis auch Bonner Monopoly-Versionen und Bonn-Kalender im Gepäck.

Nach der Ausbildung im Jahr 2015 konnte das Marineschiff jetzt die Einsatzreife nachweisen. Der EGV Bonn ist der erste Einsatzgruppenversorger, der die Funktion als Flaggschiff eines von vier ständigen maritimen Einsatzverbänden der Nato übernimmt.

Wie berichtet, war zuletzt eine Abordnung der Bonn zu Gast in der Partnerstadt, um auf dem Weihnachtsmarkt heiße Getränke für den guten Zweck zu verkaufen und mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Der Erlös ging an die katholische Kirchengemeinde St. Martin sowie an die Tafel in Wilhelmshaven.

Mit Blick auf die bevorstehende Seefahrt sagte Flottillenadmiral Klein: "In den nächsten Tagen und Wochen werden erneut Schiffe aus mehreren Nationen zu uns stoßen und gemeinsam im Mittelmeerraum zusammenarbeiten. Dabei können mein Stab und ich auf den Erfahrungen der letzten Monate aufbauen und ich bin sehr zuversichtlich, dass es uns erneut gelingen wird, aus einzelnen Schiffen ein schlagkräftiges multinationales Team zu formen."