Haltestelle „UN-Campus“

Erste Rodungen hinter der Bundeskunsthalle

Für den künftigen Bahnhaltepunkt UN-Campus haben vorbereitende Arbeiten begonnen. Eine Schranke für Fußgänger wurde gesperrt, die Seitenstreifen sind gerodet.

Für den künftigen Bahnhaltepunkt UN-Campus haben vorbereitende Arbeiten begonnen. Eine Schranke für Fußgänger wurde gesperrt, die Seitenstreifen sind gerodet.

Bonn. Der kleine Fußgängerübergang am Kopf der Walter-Flex-Straße ist bereits abgesperrt. Er soll in den nächsten Monaten komplett abgebaut werden. Und die Bahn hat auf mehrere Hundert Meter neben den Gleisen schon alles roden lassen. Dort soll bis Ende 2017 der neue Bahnhaltepunkt "UN-Campus" entstehen.

Die Museumsmeile entwickelt sich zu einem Drehkreuz für die verschiedensten Verkehrsströme. Nun hat die Bahn mit den Vorbereitungen für die neue Station „UN-Campus“ begonnen. Die Museen liegen fußläufig vom World Conference Center Bonn (WCCB), UN, Post Tower und Telekom sowie zahlreichen Bürokomplexen entfernt. Dort kommen die Stadtbahnen an. Hauptader für die Autos ist die B 9.

Somit ist die Eröffnung des Bahnhofs voraussichtlich Ende 2017 ein weiterer Anreiz für Pendler. Und wer weiß, vielleicht hält in ferner Zukunft auch die Seilbahn auf den Venusberg dort. Autofahrer könnten dann einen Park-&-Ride-Platz nutzen und mit dem normalen Nahverkehrsticket in vier Minuten an den Unikliniken sein. Das könnte einer Entlastung der wenigen Straßen auf den Venusberg bedeuten.

„In den nächsten Monaten werden die bauvorbereitenden Maßnahmen fortgesetzt“, teilt eine Bahnsprecherin mit. Das bedeutet, dass das Gelände für die Baustelle geräumt wird. Dann werden Kabeltrassen verlegt, es folgen Ver- und Entsorgungsleitungen, so die Sprecherin. In den Neubau der Station „Bonn UN-Campus“ werden laut Stadt insgesamt 7,9 Millionen Euro investiert. Es wird zwei Außenbahnsteige mit Rampen und Treppen geben und eine Unterführung für Fußgänger. Nach der Inbetriebnahme werden täglich rund 4000 Berufspendler und Besucher an dieser Stelle nahe dem Bundesviertel erwartet.

Wie berichtet, tut sich im Umfeld noch mehr: Es gibt ein Grundstück für neue Büros, der Fernbusbahnhof soll hinter die Bundeskunsthalle verlegt werden, und Aldi will sich in Kessenich ansiedeln. Auf jener Seite der Bahngleise entsteht zur Reuterbrücke hin ein neues Wohnquartier, bei dem der Hochbau schon begonnen hat. Zuletzt wird noch das Bonn-Center abgerissen und neu gebaut.