Tiefstwerte in der Nacht erreicht

Erneuter Kälterekord in Bonn und der Region

Sonnenuntergang in Hilberath.

Sonnenuntergang in Hilberath.

28.02.2018 Offenbach. In Bonn und der Region gab es in der Nacht zu Mittwoch den Tiefpunkt der Kältewelle. Die Temperaturen sanken auf um die minus 12 Grad. Die Stadt Bonn warnt vor dem Betreten des Rheinauensees.

In der vergangenen Nacht ist es in Nordrhein-Westfalen noch einmal kälter gewesen - der Kälterekord vom Dienstag wurde schon wieder eingestellt. In der Eifel wurden minus 18 Grad gemessen, auf dem Kahlen Asten minus 16 Grad. So kalt war es in NRW bislang im gesamten Winter nicht. Schon in den beiden Nächten zuvor waren Kälterekorde aufgestellt worden.

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete, wurden am Mittwochmorgen auch im Flachland Minusrekorde für diesen Winter gemessen. „Es war noch einmal etwas kälter als in der Nacht auf Dienstag“, sagte ein Sprecher des DWD. Auch in Bonn und der Region sanken die Temperaturen stellenweise auf um die minus 12 Grad.

Der Deutsche Wetterdienst hatte deshalb am Dienstag eine amtliche Wetterwarnung vor strengem Frost für Bonn und die gesamte Region ausgegeben. Diese galt von Dienstagabend, 20 Uhr, bis Mittwochvormittag.

Rheinauensee zugefroren

Der Rheinauensee ist durch die kalten Temperaturen an vielen Stellen mittlerweile zugefroren. Die Stadt Bonn warnt davor, die "noch sehr dünne Eisfläche zu betreten". Die Gefahr einzubrechen sei groß, heißt es in einer Mitteilung am Dienstagmittag. Rund um den See weisen auch Schilder auf dieses Risiko hin.

Eine starke Strömung aus Nord und Nordost ist der Grund für die aktuelle Kältewelle, die bitterkalte Luft aus Finnland, Schweden und Russland nach Deutschland bringt - dort wurden schon am Mittwochvormittag Temperaturen zwischen minus zehn und minus 20 Grad gemessen.

Mindestens bis Donnerstag bleibt es laut DWD frostig. In der Nacht zum Donnerstag soll es voraussichtlich etwas milder werden. „Es wird nicht mehr ganz so kalt“, sagte ein DWD-Sprecher.

2013 habe es ein vergleichbares Phänomen gegeben - mit der Folge, dass es bis in den März hinein in Deutschland frostig kalt blieb. Richtung Wochenende steigen die Temperaturen wieder.

Ein Lichtblick bei all der Kälte: In Bonn und der Region bleibt es zumeist sonnig.

Die aktuellen Wetteraussichten gibt es unter www.ga-bonn.de/wetter (dpa/ga)