Kreuzfahrtschiff in Bonn festgefahren

Ermittlungen gegen Schiffsführer eingeleitet

Bonn. Am späten Donnerstagnachmittag hatte sich in Bonn ein Kreuzfahrtschiff im Rhein vor der Beethovenhalle festgefahren. Der Kreuzer steckte mehrere Stunden am Ufer fest. Jetzt gibt es Ermittlungen gegen den Schiffsführer.

Ein Kreuzfahrtschiff hatte sich am späten Donnerstagnachmittag gegen 16.55 Uhr vor der Beethovenhalle in Bonn festgefahren. Wie die Bonner Wasserschutzpolizei auf GA-Anfrage bestätigte, lag der Kreuzer "Regina Rheni" mehrere Stunden lang am Rheinufer fest. An Bord befanden sich 125 Fahrgäste, verletzt wurde niemand.

Zunächst berieten sich Reederei, Wasserschifffahrtsamt und Schiffsführer gemeinsam, wie die 110 Meter lange und 11,4 Meter breite "Regina Rheni" geborgen werden kann. Dies sollte zunächst am Freitagmorgen bei Tageslicht mithilfe eines anderen Binnenschiffes geschehen. Gegen 19.30 Uhr kam der Kreuzer jedoch selbstständig wieder frei und konnte seine Weiterfahrt fortsetzen. Die Schifffahrt auf dem Rhein war durch den Vorfall nicht beeinträchtigt.

Wie die Polizei Duisburg, die für den Verkehr auf dem Rhein hier zuständig ist, am Freitag mitteilte, war das Schiff mit der Steuerbordseite gegen einen Kieshügel geraten. "Zu keinem Zeitpunkt bestand Gefahr, etwa durch Eintritt durch Wasser", so die Polizei in ihrer Mitteilung. Derzeit liegt das Schiff vor Anker. Ein technischer Defekt kann laut Polizei ausgeschlossen werden. Gegen den Schiffsführer wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen der Verletzung der Sorgfaltspflicht eingeleitet.