Überfall auf Inder in Bonn

Ermittler zweifeln an Darstellung

BONN. Im Fall des angeblich von Islamisten misshandelten Inders gibt es offenbar Zweifel an der Aussage des 24-Jährigen. Nach GA-Informationen bestätigt ein rechtsmedizinisches Gutachten zu den Verletzungen die Schilderungen des Mannes nicht. "Es gibt Anlass, einige Dinge zu hinterfragen", erklärte Oberstaatsanwalt Fred Apostel am Mittwoch.

Die untersuchten Wunden am Kopf und der Zunge des Studenten seien "nicht zwingend deckungsgleich" mit dem, was der 24-Jährige den Ermittlern berichtet habe. Nach dessen Angaben war er an Heiligabend gegen 22.10 Uhr an der Sebastianstraße von zwei Männern aufgefordert worden, zum Islam zu konvertieren.

Als er weitergegangen sei, hätten die Unbekannten ihn niedergeschlagen und mit einem Messer in die Zunge geschnitten. Seine Verletzungen wurden später in einem Krankenhaus behandelt. Die Staatsanwaltschaft erwägt nun, einen weiteren medizinischen Sachverständigen einzuschalten.