Flüchtlinge in Bonn

Ermekeilkaserne wird Flüchtlingsunterkunft

Die Stadt wird auf dem Gelände der ehemaligen Ermekeilkaserne ein weiteres Übergangsheim aus Containern errichten.

Blick auf das Gelände der ehemaligen Ermekeilkaserne.

28.11.2014 BONN. Aufgrund des anhaltenden Flüchtlingsstroms wird die Stadt Bonn eine Flüchtlingsunterkunft im Hof der Ermekeilkaserne in der Südstadt errichten.

Das sieht eine genehmigte Dringlichkeitsentscheidung von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch vor, die durch die zweite Unterschrift des Stadtverordneten Georg Fenninger wirksam wurde.

Die Pläne sehen ein dreigeschossiges Gebäude in Containerbauweise vor. Die Größe wird im Wesentlichen identisch mit der in diesem Jahr an der Gerhart-Hauptmann-Straße aufgestellten Containeranlage sein. Die Verwaltung rechnet mit Kosten von etwa 2,4 Millionen Euro. Im dritten Quartal 2015 sollen dort 80 Flüchtlinge untergebracht werden.

Den Mietvertrag für einen Teil des Außengeländes der Ermekeilkaserne ab Anfang 2015 hat die Stadt bereits mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die für die Vermarktung des Areals zuständig ist, abgeschlossen. Wie bereits zu den anderen neuen Standorten für Flüchtlingsunterkünfte wird es auch für die Ermekeilkaserne rechtzeitig eine Bürgerinformation und vor Bezug einen Tag der offenen Tür geben, kündigte die Stadtverwaltung an.

Bonn betreut nach aktuellem Stand mittlerweile 811 Flüchtlinge aus mehr als 30 Nationen. Bis Ende 2014 muss die Stadtverwaltung voraussichtlich rund 1000 Flüchtlingen aus aller Welt, für deren Unterbringung sie verantwortlich ist, Platz bieten. (ga)